Category: Geflüchtetenarbeit

Neues Projekt! „BIG FAN“ ist da.

Projekt BIG FAN (Bundesliga, Integration, Gesellschaft – Fankultur)

Ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Fanprojekt der Sportjugend Berlin und Gesellschaftsspiele.

Fanprojekt Berlin

Projektbeschreibung

Jugendliche Fußballfans des Hauptstadtvereins Hertha BSC und unbegleitete minderjährige Geflüchtete werden gemeinsam vier bildungspolitische Veranstaltungen durchführen. Diese Workshops (oder ähnlich geartete Formate) bringen zum Einen die beiden unterschiedlichen Gruppen einander näher und zum Anderen werden fankulturelle und bildungspolitische Inhalte vermittelt, die allen Teilnehmer*innen, die enge Verbindung von Fußball, Gesellschaft und Migration aufzeigen sollen. Durch Begegnungen u.a. mit anderen (jugendlichen) Fans, Refugee-Fußball-Gruppen, Akteur*innen rund um die Bundesliga wie Journalist*innen, der Polizei und Aktiven aus der Ultra-Szene soll die Vielschichtigkeit und Bedeutung von Fankultur im Fußball-Kontext deutlich werden. Bei allen Veranstaltungen sollen die Teilnehmer*innen ihre Eindrücke selbst dokumentieren und am Ende je nach Interesse an einer Broschüre bzw. einem Kurzfilm mitwirken.
Geplant ist es, alle Workshops mit jeweils 20 Jugendlichen durchzuführen, um eine möglichst nachhaltige Bindung untereinander entstehen zu lassen. Am Ende des Projekts werden auf einer öffentlichen Abschlussveranstaltung, die Broschüre und der Film vorgestellt und Gelegenheit zum Austausch und Planen neuer Projekte gegeben.

Hertha BSC

Bildung und Unterhaltung mit und für Geflüchtete

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Bericht „Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!“ Vierter Teil.

Sonntag um 7.45 Uhr ist für die Jungs des Jugendwohnprojektes „Neues Zuhauses“ in Potsdam-Babelsberg die Nachtruhe beendet. Einige werden zu diesem Zeitpunkt bereuen, dass sie ihre Teilnahmen an der Fahrt nach Schönberg zugesichert hatten. Nach einem ausgiebigen Frühstück spazierten elf Jugendliche aus Afghanistan, Syrien, Togo und Guinea zusammen mit ihrer Betreuerin in Richtung Lutherplatz. Dort wartete bereits der Bus mit den FußballfreundInnen des SV Babelsberg 03. Kurzer Einschub: Der Regionalligist ist für seine alternative Fanszene bekannt. In der Praxis stellte sich die Situation wie folgt dar. Bereits früh wurde signalisiert, dass einer gemeinsamen Fahrt nichts im Wege stehen würde. Großartig (und) unkompliziert!

FC Schönberg vs. SV Babelsberg 03 (7)

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„Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!“ Dritter Teil.

Eine viel zu lange Winterpause nähert sich für Teilnehmer und BetreuerInnen des Projektes „Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!“ dem Ende. Zusammen mit dem sozialpädagischen Fanprojekt Babelsberg wird jetzt endlich die dritte Runde eingeläutet. Nachdem noch im alten Jahr, jugendliche Fans aus Babelsberg zusammen mit unbegleiteten, minderjährigen Geflüchteten gemeinsam Fahnen hergestellt haben, werden dies jetzt erstmalig dem Praxistest unterzogen. Strahlen die Farben, hält der Saum, ist die Fahne groß genug? Am Freitag, den 17. März werden alle Beteiligten mehr wissen. An diesem Tag findet das Meisterschaftsspiel zwischen den Regionalligisten SV Babelsberg 03 und den Gästen aus Neustrelitz statt. Eine stimmungsvolle Athmosphäre bei frühlingshaftem Wetter dürfen die anwesenden Fußballfans erwarten.

Zwei Wochen später findet das Auswärtsspiel der Potsdamer Mannschaft in Schönberg statt. Diese Partie wollen wir uns auch zusammen anschauen. Sie bildet den vierten Teil des Projektes.

Das Projekt, welches Unterstützung durch Football against Racism Europe (FARE) findet, sieht sich in Abgrenzung zu einmaligen „Geflüchteten-Events“. Es wird von Seiten der Beteiligten angestrebt, ein nachhaltiges Kennenlernen zu ermöglichen. Im Idealfall sollen Freundschaften entstehen, die auch nach Projektende weiter gepfelgt und vertieft werden sollen.

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Ob die Fahnen den Praxistest bestehen werden? Keine Ahnung! Was wir aber bereits jetzt wissen, aufeinander zugehen muss nicht so schwer sein. Es muss ein erster Schritt unternommen werden, dafür bedarf es manchmal auch einen kleinen Anstoß von außen. Und: Es geht weiter. Im vierten Teil des Projektes werden unsere Jugendlichen ihre erste gemeinsame Fußballauswärtsfahrt erleben. Selbstverständlich mit dem Fanprojekt Babelsberg, uns von Gesellschaftsspiele und den selbstgebastelten Fahnen.

Nachtrag in eigener Sache: Nicht alles klappt in der Form wie wir es uns vorstellen oder es vielleicht manchmal wünschenswert wäre. Wir sehen unsere Arbeit mit und für Geflüchte als einen Prozess an, der auch mit größeren Herausforderungen verbunden ist. Wir nehmen diese gern an und bauen unsere Arbeit in diesem Bereich deshalb weiter aus. Wir vernetzen uns, tauschen uns mit relevanten Akteuren der Zivilgesellschaft aus und sprechen über unsere Erfahrungen innerhalb der Geflüchtetenarbeit. Bei Interesse an unserer Arbeit kann sich mit unserem Sprecher für die Integrationsarbeit, Hassan, oder dem Vorstand in Kontakt gesetzt werden. Weitere Informationsmöglichkeiten im Februar und März an verschiedenen bundesdeutschen Universitäten. Orte und Termine bitte erfragen.

Vortrag

Vorstandsvorsitzender Rico Noack bei einer Präsentation der Geflüchtetenarbeit in Potsdam.

 

„Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!“ Zweiter Teil.

Das gemeinsam mit dem Fanprojekt Babelsberg durchgeführte Projekt „Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!“ hat die zweite Stufe erreicht – die eigenen Fahnen sollten gemalt werden, zusammen mit Jugendlichen aus Babelsberg. 15 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nahmen an diesem Event teil und hatten sichtbar Freude. In der nächsten Phase wird auswärts zum Fußball gefahren. Schicke Fahnen hat man jetzt, die natürlich mitreisen werden. Aber auch nach der Fahrt wird es weitergehen. Weitere Informationen dazu erfolgen Ende Januar. Ein Projekt im Rahmen der FARE network Action Weeks 2016.

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Projektvorstellung: Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!

Wir freuen uns außerordentlich, unser Projekt „Gekommen um zu bleiben, malen um zu siegen!“ vorzustellen und in Kürze in die praktische Arbeit einzusteigen. Wobei wir es weniger als Arbeit ansehen, dafür ist von unserer Seite zu viel Herzblut dabei. Zusammen mit dem Fanprojekt Babelsberg werden wir das Projekt innerhalb der FARE Action Weeks beginnen.

M. A.

Worum geht es?

Unbegleitete, minderjährige Geflüchtete nehmen zusammen mit jugendlichen  Fußballfans aus Babelsberg an einer gemeinsamen Auswärtsfahrt teil. Damit sich das Erlebnis Fußball nicht auf eine einzige Auswärtsfahrt beschränkt, werden die Geflüchteten bereits im Vorfeld dieser Fahrt, gemeinsam mit den Babelsberger Fans Fahnen und Doppelhalter herstellen, d. h. in erster Linie zusammen malen. Das gemeinsame Malen und Basteln soll dazu dienen, sich bereits im Vorfeld kennenzulernen. Den jugendlichen Fußballfans soll zudem ein Perspektivwechsel ermöglicht werden, sie sollen die Geflüchteten nicht nur als Geflüchtete sehen.

Am Tag der Auswärtsfahrt werden Kameras an die neuen Fußballfans verteilt, damit sie ihre Erebnisse festhalten können. Dabei ist es unerheblich, ob die Fotos auf der Anreise oder nach dem Torjubel entstehen. Es zählt in diesem Fall, den Wahrnehmungen der Geflüchteten Raum zu geben. Ungestellt und unbearbeitet.

Im letzten Teil des Projektes werden die aussagestärksten Fotos ausgewählt und zu einer kleinen Ausstellung aufbereitet. Im Fanladen des SV Babelsberg 03 werden die Fotos zu sehen sein. Vorher wird es noch einen weiteren Ausstellungsort geben – in der Unterkunft der Jugendlichen.

Termine

  • 15. Oktober – Zusammenkunft aller TeilnehmerInnen und Projektstart
  • 28. Oktober – Fahnenmaltag
  • 17. März – Besuch des Heimspieles SV Babelsberg 03 vs. TSG Neustrelitz
  • 02. April – Gemeinsame Auswärtsfahrt mit jugendlichen Fans aus Babelsberg nach Schönberg