Category: Medienschau – ausgewählte Artikel (page 2 of 3)

Petrodollar

Antonio Pita erörtert die Verflechtungen zwischen Real Madrid und seinen Sponsoren im Nahen Osten. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass fünf der 20 reichsten Fußballclubs in Europa, mit Geld vom Golf gesponsert werden. Dieses Geld ließe den europäischen Fußball anders aussehen. Er belässt es aber nicht bei dieser Allgemeinfloskel, sondern geht darauf ein, dass der Verein Real Madrid für einen Deal mit der National Bank of Abu Dhabi, sein Kreuz aus dem Vereinslogo genommen hätte. Dieser Umstand wurde bereits vor zwei Monaten intensiver thematisiert. Dennoch ist auch der neuerliche Artikel interessant und kann hier gefunden werden. Alternativ auch auf dem sehr zu empfehlenden Blog The Turbulent World of Middle East Soccer.

Asians Nations Cup und Weltpolitik

Vom 9. bis zum 31. Januar findet die Asienmeisterschaft bzw. der Asian Nations Cup in Australien statt. Einige Teilnehmer -beispielsweise Irak, Iran, Palästina, Saudi-Arabien- beförderten in der jüngeren Vergangenheit Assoziationen bei den Begriffen Abwehr und Angriff, die nicht in fußballerischen Kontexten zu finden waren. Dieser Umstand fiel auch James M. Dorsey auf. Über Weltpolitik, kulturelle Unterschiede und sportlichem Kräftemessen bei der Asienmeisterschaft berichtet er in der türkischen Hurrijet. Den kompletten Artikel unter „Asian Cup Politics: More than just a game with cultural diplomacy”.

Çarşı

An anderer Stelle auf diesem Blog haben wir bereits auf die erste Folge von Coming of Rage von Sammy Khamis (st_ry) verwiesen. Mittlerweile sind alle fünf Folgen online frei verfügbar und sehr zu empfehlen. Wer sich für die Rolle der Çarşı-Ultras bei den Gezi-Protesten in Istanbul interessiert, kommt an dieser Doku nicht vorbei. Die Ästhetik und der Sound erinnern an VICE – anyway.

Ebenfalls mit türkischen Fußballfans beschäftigt sich der Blog footballuprising. Schwerpunktmäßig geht es um die Verbindung zwischen revoltierenden Fußballfans und Gesellschaft.

In einer Selbstbeschreibung der Blogbetreiber liest es sich folgendermaßen: „Die Beteiligung von Fußballfans an den derzeit weltweit statt findenden Protesten, Riots und Aufständen ist unübersehbar. Die Supportergruppe Çarşı von Besiktas organisierte im letzten Sommer die ersten Nachbarschafts-Versammlungen in den Istanbuler Stadtteilen, war während der Gezi-Park-Besetzung sehr aktiv und kämpfte somit nicht nur in dem ihr zugetrauten Sinne an vorderster Front gegen das Erdoğan-Regime. Schon beim Dezember-Aufstand in Griechenland 2008, ausgelöst durch einen von der Polizei erschossenen Schüler, waren Fußballfans an den massiven Riots beteiligt wie auch bei jenen kürzlich in Portugal, Spanien sowie auch Bosnien-Herzegowina. Die Ultras von Hapoel Tel Aviv beteiligten sich an den Occupy-Protesten in Israel 2011/12 und selbst größten Fußballhassern dürfte es nicht verborgen geblieben sein, dass nordafrikanische Ultragruppen einen erheblichen Anteil an den militanten Auseinandersetzungen – und nicht nur an ihnen – während des sogenannten arabischen Frühlings hatten und immer noch haben – allen voran die Ultras White Knights sowie Ahlawy“

Keine Lieder mit IRA-Bezug bei Celtic Glasgow

Ein deutscher Fußballfreund sieht Spiele von Celtic Glasgow in einem Irish Pub, wird Anhänger des populären Vereins aus Schottland und beginnt Spiele live zu verfolgen. So begann die Geschichte und mit der Bemerkung des Fußballfreundes, nie wieder Spiele in Glasgow, Schottland oder dem Vereinigten Königreich besuchen zu wollen, endete sie. Was dazwischen passierte? Ein Heimspiel gegen Kilmarnock, das Mitsingen des Anhängers von traditionell grün-weißen Kurvenliedern und eine Ingewahrsamnahme.

Über die „Mitgliedschaft“ in der IRA, gute Augen und Ohren schottischer Polizisten und einen 20-jährigen Düsseldorfer berichtet Scottish Television.

Über die, die in England nicht mehr die Premier League besuchen …

aber weiterhin dem Fußball erhalten bleiben. Jack Peat in The London Economic über links-politische Fußballfans in London und ihren Versuchen, Fußball jenseits des Mainstreams zu erleben: zum Artikel.

Zum gleichen Thema auch ein Artikel auf der Ballesterer-Homepage (Der Text ist die bearbeitete Fassung eines Artikels für die November-Ausgabe des englischen Fußballmagazins When Saturday Comes.): zum Artikel.

Fußball auf der Krim

Nachdem die UEFA den Fußballmannschaften der Krim-Halbinsel untersagt hat, an Meisterschaftsspielen der russischen Fußball-Liga teilzunehmen, stehen diese vor einer ungewissen Zukunft. Hintergründe von Patrick Sewell für RBTH: zum Artikel. Und von Andrew Roth in der New York Times: zum Artikel.

Wie schwer haben es Frauen in der Ultra-Szene?

So lautet die Überschrift von Anja Schramm in der Welt. Über die „Societas“ aus Heidenheim und ihr Standing in der Fan-Kurve wird berichtet. Die selbst gestellte Frage wird dabei nicht beantwortet: zum Artikel.

Envigado, wo Pablo Escobar aufwuchs und der Envigado Fútbol Club S.A. seine Heimat hat

Eine Reportage von Joseph Swide für Vice Sports. Er schreibt über „El Patrón“, Gewalt und auch ein klein wenig über Fußball. Hier ist der Artikel zu lesen.

Droge Fußball, Fußball und Drogen

Lars Wallrodt und Marco Tripmaker schreiben in der Welt darüber, wie „Crystal Meth in den deutschen Stadien wütet“ [sic]. Ein Artikel, der sich so „sachlich“ und „differenziert“ dem Thema nähert, muss auch hier Widerhall finden: zum Artikel.

Guélor Kang wird als Spieler rassistisch beleidigt und reagiert …

… mit dem Zeigen des Mittelfingers. Kang spielt für den FC Rostov, russische erste Liga. Sein Geste ist den Fans von Spartak Moskau gewidmet. Resultat: Der Spieler wird zu einer Strafe von 700 Euro verdonnert. Kann nachgelsen werden im Guardian  oder in einem längeren Artikel beim fare network.

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