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Çarşı

An anderer Stelle auf diesem Blog haben wir bereits auf die erste Folge von Coming of Rage von Sammy Khamis (st_ry) verwiesen. Mittlerweile sind alle fünf Folgen online frei verfügbar und sehr zu empfehlen. Wer sich für die Rolle der Çarşı-Ultras bei den Gezi-Protesten in Istanbul interessiert, kommt an dieser Doku nicht vorbei. Die Ästhetik und der Sound erinnern an VICE – anyway.

Ebenfalls mit türkischen Fußballfans beschäftigt sich der Blog footballuprising. Schwerpunktmäßig geht es um die Verbindung zwischen revoltierenden Fußballfans und Gesellschaft.

In einer Selbstbeschreibung der Blogbetreiber liest es sich folgendermaßen: „Die Beteiligung von Fußballfans an den derzeit weltweit statt findenden Protesten, Riots und Aufständen ist unübersehbar. Die Supportergruppe Çarşı von Besiktas organisierte im letzten Sommer die ersten Nachbarschafts-Versammlungen in den Istanbuler Stadtteilen, war während der Gezi-Park-Besetzung sehr aktiv und kämpfte somit nicht nur in dem ihr zugetrauten Sinne an vorderster Front gegen das Erdoğan-Regime. Schon beim Dezember-Aufstand in Griechenland 2008, ausgelöst durch einen von der Polizei erschossenen Schüler, waren Fußballfans an den massiven Riots beteiligt wie auch bei jenen kürzlich in Portugal, Spanien sowie auch Bosnien-Herzegowina. Die Ultras von Hapoel Tel Aviv beteiligten sich an den Occupy-Protesten in Israel 2011/12 und selbst größten Fußballhassern dürfte es nicht verborgen geblieben sein, dass nordafrikanische Ultragruppen einen erheblichen Anteil an den militanten Auseinandersetzungen – und nicht nur an ihnen – während des sogenannten arabischen Frühlings hatten und immer noch haben – allen voran die Ultras White Knights sowie Ahlawy“

Keine Lieder mit IRA-Bezug bei Celtic Glasgow

Ein deutscher Fußballfreund sieht Spiele von Celtic Glasgow in einem Irish Pub, wird Anhänger des populären Vereins aus Schottland und beginnt Spiele live zu verfolgen. So begann die Geschichte und mit der Bemerkung des Fußballfreundes, nie wieder Spiele in Glasgow, Schottland oder dem Vereinigten Königreich besuchen zu wollen, endete sie. Was dazwischen passierte? Ein Heimspiel gegen Kilmarnock, das Mitsingen des Anhängers von traditionell grün-weißen Kurvenliedern und eine Ingewahrsamnahme.

Über die „Mitgliedschaft“ in der IRA, gute Augen und Ohren schottischer Polizisten und einen 20-jährigen Düsseldorfer berichtet Scottish Television.

Über die, die in England nicht mehr die Premier League besuchen …

aber weiterhin dem Fußball erhalten bleiben. Jack Peat in The London Economic über links-politische Fußballfans in London und ihren Versuchen, Fußball jenseits des Mainstreams zu erleben: zum Artikel.

Zum gleichen Thema auch ein Artikel auf der Ballesterer-Homepage (Der Text ist die bearbeitete Fassung eines Artikels für die November-Ausgabe des englischen Fußballmagazins When Saturday Comes.): zum Artikel.

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