Fußball-Utopie des Jahres

Gemeinsam mit unseren Freundinnen Greta Budde und Petra Landers hat Gesellschaftsspiele e.V. den easyCredit-Fanpreis der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur gewonnen: Die Fußball-Utopie des Jahres. 

In unserer Utopie entwerfen wir das Konzept eines alternativen Fußballverbandes, der nach genossenschaftlichen Prinzipien organisiert ist. Der Fußball soll damit endlich wieder denen dienen, die ihn lieben. Wir stellen uns einen Fußall vor, der gerecht, partizipativ, solidarisch und zukunftsgerichtet ist – einen Fußball, der sich nicht darüber definiert, Profite zu maximieren und Macht über andere auszuüben. 

Hier findet Ihr unsere Fußball-Utopie „Den Fußball denen, die ihn lieben“: https://www.fussball-kultur.org/artikel/news/den-fussball-denen-die-ihn-lieben-eine-fussballutopie

Wir freuen uns über die Auszeichnung durch die Deutsche Akademie für Fußballkultur und stecken schon voller Ideen, damit aus der Utopie Wirklichkeit werden kann. Die positiven Rückmeldungen geben uns die nötige Energie und das Preisgeld einen finanziellen Schub für die anstehenden Projekte.  

Zum Hintergrund

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur verleiht jedes Jahr den easyCredit-Fanpreis. In diesem Jahr für die „Fußball-Utopie des Jahres“. Der Fanpreis wird jedes Jahr im Rahmen des Fußball-Kulturpreises verliehen. Neben dem Fanpreis werden auch das Fußball-Buch des Jahres, der Fußball-Spruch des Jahres und der Walther-Bensemann-Preis verliehen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr der Fanpreis erstmals für eine rein intellektuelle Leistung vergeben. Die Auszeichnung „Deutscher Fußball-Kulturpreis in der Kategorie Fußball-Utopie des Jahres“ wird mit der Preisfigur MAX im Rahmen einer großen Online-Gala am 30. Oktober übergeben. Der erste Platz ist mit 3000 € datiert. 

Der Gesellschaftsspiele e.V. beschäftigt sich seit mittlerweile 5 Jahren mit unterschiedlichen Aspekten der Fan- und Fußballkultur. Mit Bildungsarbeit im Kontext von Fußball und Gesellschaft wenden wir uns aktiv gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Sexismus und Homophobie. 

Great Budde (Spielerin von Union Berlin) und Petra Landers (ehemalige Nationalspielerin) sind beide Freundinnen des Vereins. Sie waren im Rahmen einer Filmvorführung gemeinsam unsere Gäste für ein Podiumsgespräch zum Thema Frauenfußball und Gleichberechtigung. Im Anschluss an diese Veranstaltung kam uns die Idee einen gemeinsamen Beitrag zur Fußball-Utopie des Jahres zu entwickeln. 

Mitgliederversammlung 2020

Am Abend des 28.09. trafen sich die Mitglieder unseres Vereins zur jährlichen Mitgliederversammlung. Ort war das Fanprojekt in der Berliner Cantianstraße, wo uns die Räumlichkeiten unter den aktuellen Hygieneregeln zur Verfügung gestellt wurden. Ganz herzlichen Dank dafür.

Mit lachenden Augen starteten wir mit einem Rückblick auf unsere Veranstaltungen, Workshops und Vorträge von 2019 und bekamen ein paar weinende Augen beim Blick auf die zweite Hälfte diesen Jahres. Bis zum März konnten wir einige tolle Ideen verwirklichen, Veranstaltungen organisieren und Neues planen. Bei der Planung blieb es aber auch. Vieles liegt in der Ablage und ist umsetzungsreif. Wir hoffen die Zeit spielt für unsund wir können bald wieder in großer Runde zusammensitzen und mit Freund:innen außerhalb Berlins Fußball und Fankultur erleben.

Wie auf MVs üblich, wurde auch bei uns wie jedes Jahr ein Vorstand gewählt. Larry übernimmt die Aufgaben als neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender und wir danken Janusz, der diesen Job in den vergangenen Jahren mehr als prima gemacht hat. Unseren neuen Vorstand könnt ihr unter https://gesellschaftsspiele.berlin/ueberuns/vorstand/ anschauen.

Auf der Agenda stand noch die Begrüßung unseres neustes und jüngsten Mitglieds (1 Monat) sowie die feierliche Einweihung unseres neuen Vereinsbanners und unserer Nickis. Nach dem ersten Teil begrüßten wir noch eine kleine Anzahl von Freund:innen des Vereins mit denen wir eine Art Mini-Sommerfest mit leckerem Essen, Getränken und dem jährlichen MV Quiz feierten. Umarmungen und Knuddeln mussten Masken und Winken weichen und trotzdem hatten wir eine Menge Spaß. Auf ein neues, erfolgreiches und unbeschwerteres Vereinjahr…

For the good of the game: Boycott Qatar!

Gesellschaftsspiele e.V. unterstützt die Initiative #BoycottQatar.

Wir als gemeinnütziger Verein, der im Fußballkontext Bildungsarbeit leistet, werden nicht einfach so tun, als sei die WM 2022 ein Turnier wir jedes andere. Normalerweise begleiten wir als Fußballbegeisterte Welt- und Europameisterschaften mit einem kritischen Kulturprogramm, an das sich ein gemeinsames Fußballschauen am Fernseher oder vor der Leinwand anschließt. 

Mit der Weltmeisterschaft in Katar ist nun eine Situation erreicht, die einen komplett anderen Umgang mit diesem Fußballturnier erfordert. Die Kombination aus ausufernder Kommerzialisierung des Fußballs, maximaler Vermarktung des Produkts Fußball-WM und den „Merkwürdigkeiten” ihrer Vergabe bei gleichzeitiger Missachtung der Menschenrechte im Austragungsland hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht.

Die staatliche Diskriminierung von Frauen in Katar, das gesetzliche Verbot der Homosexualität, die miserable, sklavenähnliche Situation der „Gastarbeiter*innen” und nicht zuletzt die fehlende Fußballkultur – all das hat uns dazu bewogen, als Fußballfans unseren Protest gegen dieses WM-Turnier mit Gleichgesinnten zu organisieren. Ein anderer Fußball ist nötig! Ein anderer Fußball ist möglich!

Alle Informationen zur Initiative #BoycottQatar findest Du auf www.boycott-qatar.de und auf Facebook.

Mosse-Tage vom 8. bis 23. September 2020 im Jahn-Sportpark

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Wir laden ein zur Eröffnung der Freiluft-Ausstellung entlang der ehemaligen Rudolf-Mosse-Straße im Jahn-Sportpark am 8. September 2020, dem 100. Todestag von Rudolf Mosse. Auf elf Litfaßsäulen geht es um die Familie Mosse, ihr Wirken in Berlin, um die verschwundene Rudolf-Mosse-Straße und um den Jahn-Sportpark als Ort von 130 Jahren Fußballgeschichte.

Ort: vor der Haupttribüne des Großen Stadions im Jahn-Sportpark (U2 Eberswalder Straße).

Unser Programm

  • ab 18 Uhr Straßenführung und Vorab-Besichtigung
  • 18.30 Uhr Ansprachen von Bezirksbürgermeister Sören Benn, Holger Siemann für die Gruppe „Mosse erinnern!“ und Roger Strauch als Vertreter der Mosse-Erben
  • 18.45 Uhr Eröffnung

Begleitet wird die Ausstellung, die bis zum 23. September ganztägig zu sehen ist, von Vorträgen und Straßenführungen. Alle Infos dazu gibt es auf unserer Webseite www.mossestrasse.de.

Zum Hintergrund

Am 31. Mai dieses Jahres jährte sich die Benennung der Rudolf-Mosse-Straße im Prenzlauer Berg zum 100. Mal. Die heute verschwundene Straße führte einst von der Eberswalder zur Sonnenburger, mitten durch das Areal des Jahn-Sportparks, und ehrte das beispiellose Engagement der Mosses für ihre Stadt Berlin.

Die Nationalsozialisten tilgten 1935 jüdische Namen aus dem Stadtbild, benannten die Mosse-Straße in „Verlängerte Sonnenburger“ um, „arisierten“ den Mosse-Verlag und vertrieben oder ermordeten Familienmitglieder.

1950 verschwand die Straße unter Trümmerschutt und Stadionneubau. Heute wird im Sportpark an Friedrich Ludwig Jahn und Max Schmeling erinnert, nicht aber an den großzügigen jüdischen Mäzen. Um das zu ändern, treffen sich seit 2018 Anwohner, Fußballfans und Lokalhistoriker in der Gruppe „Mosse erinnern!“.

Mehr über die Straße, die Ausstellung und das Vortragsprogramm, über die Gruppe „Mosse erinnern!“ und unsere Mosse-Topografie auf www.mossestrasse.de

Zu den Vorträgen

Di. 10.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Beate Boehnisch und Bernt Roder (beide Museum Pankow)

Jüdisches Leben im Prenzlauer Berg vor 1933

Der heutige Ortsteil Prenzlauer Berg lockt jährlich zahllose Besucherinnen und Besucher nach Berlin. Viele lieben das lebhafte Treiben, die Restaurants und Cafés. Andere sind an der Geschichte dieses Stadtgebietes interessiert. Wer sich hier auf die historische Spurensuche nach jüdischem Leben macht, besucht meist die Synagoge in der Rykestraße und den Jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee. Diese Zeugnisse lassen nur erahnen, dass sich der Bezirk Prenzlauer Berg vor 1933 durch eine Vielfalt jüdischen Lebens auszeichnete. Beate Boehnisch und Bernt Roder vom Museum Pankow erinnern an die einst so lebendige Kultur und zeigen, wo es in der Gegenwart wieder jüdisches Leben in Prenzlauer Berg gibt.

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Di. 15.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Christian Wolter (Sporthistoriker)

Arbeiterfußball in Berlin

Arbeiterfußball, das war einst Fußball für den Klassenkampf. Die Verbände Arbeiter-Turn- und Sportbund sowie Rotsport trugen eigene Meisterschaften aus, hatten sogar eigene Nationalmannschaften. Alles in Abgrenzung zum Deutschen Fußball-Bund.

Allein in Berlin gab es zwischen 1910 und 1933 Hunderte Arbeitersportvereine, einige von ihnen spielten Fußball auf dem Exer, dem heutigen Jahn-Sportpark. Zuschauen und mitspielen war für jeden Proletarier erschwinglich, denn Arbeiterfußball war Breitensport. Und er hatte auch seine eigene, spannende Fankultur.

Über all diese Facetten des Arbeiterfußballs spricht der Sporthistoriker Christian Wolter in seinem Vortrag.

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Do. 17.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Dr. Meike Hoffmann (MARI)

Rudolf Mosse – Der Kunstsammler und Mäzen im Spiegel der Provenienzforschung

Berlin hat lange gebraucht, um sich an seine bedeutenden jüdischen Kulturförderer des 19. Jahrhunderts zu erinnern. Als eines der herausragenden Ereignisse wurde im letzten Jahr die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel eröffnet. An prominenter Stelle ist dort die monumentale Skulptur eines jungen Löwen von August Gaul ausgestellt, die vormals zur Sammlung von Rudolf Mosse gehörte. Die Verbindung zweier kongenialer Vertreter des Berliner Mäzenatentums wäre ohne die Provenienzforschung nicht möglich gewesen. Was sammelte, was förderte Rudolf Mosse im Bereich der Kunst und was erfahren wir dadurch über seine Persönlichkeit? 

Antworten gibt Dr. Meike Hoffmann von der Mosse Art Research Initiative (MARI) in ihrem Vortrag.

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Mo. 21.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte)

Der Jahn-Sportpark: Ein sportpolitischer Ort zwischen Ost und West im Kalten Krieg

Die politische Teilung und der Mauerbau 1961 entzweiten die Berliner Fußballgemeinschaft nachhaltig. Auf einem der traditionsreichsten Fußballplätze Berlins wirkten die politischen Umstände der Teilung auf besondere Weise nach. Der ab 1952 unter dem Namen „Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark“ firmierende Sportplatz erhielt aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Berliner Mauer und als prestigebeladenes DDR-Bauprojekt im Systemwettstreit eine besondere Bedeutung. Zudem war das Stadion sportliche Heimstätte zweier aus der Retorte geborener Spitzenteams der DDR, des ASK bzw. FC Vorwärts und des BFC Dynamo. Das Stadion erlebte sportliche Propaganda, war Schauplatz deutsch-deutscher Duelle und Artikulationsort von DDR-Fans und jugendlicher Subkultur.

Einen Einblick in diese vielfältige Geschichte gibt Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) in seinem Vortrag.

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#mosseerinnern

„Fußball ohne Mauer“ in Top 50 gewählt

Über 15.000 Votes wurden in der vierwöchigen Abstimmungsphase für rund 140 Einreichungen für den Einheitspreis 2020 abgegeben. Das Projekt „Fußball ohne Mauer“, das wir gemeinsam mit dem Fanprojekt Berlin, der Fanbetreuung und dem Lernzentrum von Hertha BSC auf die Beine gestellt haben, hat es unter die Top 50 Nominierten geschafft.

Im weiteren Wettbewerbsverlauf haben wir jetzt die Chance, von der Fachjury zu einer der 30 Preisträgerinnen und Preisträger des Einheitspreises 2020 gewählt zu werden.

Erfolgreiche Lesung unter Corona-Bedingungen

Dritte Veranstaltung unter erschwerten Bedingungen. Mit 30 Personen konnten/mussten wir leider bereits „ausverkauft“ melden. Seltene Einblicke in eine sonst verschlossene Szene ermöglicht durch Buch und anwesenden Autor Boban versüßten aber die bescheidenen Möglichkeiten. Mit Dank an das Publikum, der @baizberlin und den Menschen hinter diesem Projekt für einen schönen Abend.

Gesellschaftsspiele-Online-Quiz: Das große Finale

Donnerstag, 16. Juli, 20:15 Uhr

Das große Quiz-Finale steht an. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben wir als Verein regelmäßig zu einem Online-Quiz eingeladen, um in dieser kontakt- und fußballarmen Zeit nicht die Laune zu verlieren.

Die Pandemie ist zwar noch nicht vorüber, aber es ist mittlerweile wieder möglich Freundinnen und Freunde auch in echt auf ein Kaltgetränk zu treffen und unseren gewohnten Aktivitäten nachzugehen. Doch bevor wir Euch in die große weite Welt direkter menschlicher Kontakte entlassen, wollen wir uns bei allen Online-Quizzern gebührend verabschieden.

In den vergangenen acht Ausgaben gab es die buntesten Frageblöcke, vom DDR-Fußball, über das Jahr 2000 bis hin zu Fußball in Ghana. Es wurde gewusst und geraten, was das Zeug hält und insgesamt über 1.200 Euro für den guten Zweck gesammelt. Eure Spenden gingen an die Berliner Tafel, die Kampagne Seebrücke, Sport handelt Fair, Kneipenretter.org, Direnis, den Ballesterer, den THC Franziskaner und das Saanema Institute. 

Unser Kooperationspartner beim großen Finalquiz ist der Verein Discover Football. Discover Football nutzt den Fußball, um besondere Begegnungen zwischen Frauen zu ermöglichen, die sich sonst nie getroffen hätten. Dabei engagieren sie sich für Gleichberechtigung, Emanzipation und Frauenrechte weltweit und setzen den Fußball gezielt als Empowerment-Strategie ein. In der Halbzeitpause stellt uns Discover Football ihre Arbeit vor. Die Spenden des Abends gehen direkt an den Verein. 

Wie läuft das Quiz ab? 

Auch diesmal spielen vier Runden à 15 Fragen. Am Donnerstags, um 20:15 Uhr.

Der/dem Gewinnenden winkt ein kleiner Preis. 


Um an unserem Online-Treffen teilzunehmen, klicke bitte am Donnerstag um 20:15 Uhr über deinen Computer auf folgenden Link: https://us02web.zoom.us/j/89179360625

Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht nötig.

Dein Handy oder Tablet benötigst du zusätzlich, um am Quiz teilzunehmen. Wie das genau funktioniert, wird zu Beginn des Treffens erklärt.

Die Spenden sammeln wir wie immer über Paypal.

Wir freuen uns Euch wiederzusehen!

Bericht: Das Wunder von Taipeh

Gleichberechtigung im Fußball, darum ging es am 3. Juli im Delphi Lux. Im Rahmen der Filmreihe #2030 wurde gemeinsam mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf der Dokumentarfilm „Das Wunder von Taipeh“ gezeigt. Der Film beschäftigt sich mit den Anfängen des Frauenfußballs in Deutschland, dem Weg zur ersten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft und dem langen Kampf um Anerkennung.

Im Anschluss an den Film diskutierten rund 25 Kinobesucher*innen unter Einhaltung der Abstandsregeln mit der ehemaligen Nationalspielerin Petra Landers und der aktuellen Union-Spielerin Greta Budde. Es wurde ein großer Bogen von den Wurzeln des Frauenfußballs in Deutschland bis zur heutigen Situation gespannt.

Dabei wurde deutlich, dass Frauen im Fußball noch lange nicht gleichberechtigt sind – und dass frau die Gleichberechtigung von Verbänden und Politik nicht einfach so geschenkt oder gewährt bekommt, sondern selbst hart erkämpfen musste und muss.

Das Fußballverbot für Frauen in Deutschland, das erst vor 50 Jahren aufgehoben wurde sowie die auch im weltweiten Vergleich späte Einführung einer Nationalmannschaft 1982, all dies wurde von fußballbegeisterten Frauen gegen harte Widerstände innerhalb des DFBs durchgesetzt.

Herablassende, peinliche Bemerkungen männlicher Fußballfunktionäre, Spieler und Trainer gibt es leider auch heute noch. Benachteiligungen innerhalb der Verbände und Vereine bestehen fort. Und so wurde zum Abschluss die Frage diskutiert, ob es nicht vielleicht an der Zeit wäre, sich von einem patriarchalem Fußballsystem zu lösen und eigene Wege zu gehen.

Filmreihe #2030 – Das Wunder von Taipeh (3. Juli, 18.00 Uhr, Delphi LUX)

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Hier gibt’s Kinokarten im Onlinevorverkauf

DER FILM
Die Dokumentation beschäftigt sich mit der ersten Frauen-
Fußballweltmeisterschaft, die 1981 in Taiwan stattfand. In Deutschland war der Sport bis 1970 verboten und 1981 hatte der DFB noch keine Nationalelf gegründet. Deshalb ging die Einladung zur WM zum deutschen Meister aus Bergisch Gladbach. Der Film beleuchtet den schwierigen Kampf der Frauen gegen das Establishment, um Chancengleichheit und Respekt zu bekommen.

DAS GESPRÄCH
Die Männer-Fußball-EM findet nun 2021 statt, den wichtigen Themenabend zu Genderequality und Fairness im Fußball verschieben wir nicht. Mädchen- und Frauenförderung im Fußballsport muss mehr in die öffentliche Diskussion gerückt werden. Wie können Strukturen im männerdominierten Fußballsport für Frauen geöffnet werden? Welche Ideen gibt es bzw. werden bereits umgesetzt? Wäre es sinnvoll Männerprofivereine zur Förderung des Frauenfußballs zu verpflichten?

Unsere Gesprächsgäste:

  • Petra Landers (SSG 09 Bergisch Gladbach, ehem. Fußballnationalspielerin)
  • Greta Budde (1. FC Union Berlin, Spielerin)

Moderation: Lidia Perico (Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Stabsstelle BNE)

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung und der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung statt. Sie ist Teil der Filmreihe #2030.

Lesung aus der Eintracht Frankfurt-Fibel (27. Juni, 18.30, zur Glühlampe)

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Gude, am letzten Spieltag der Bundesliga winkt noch einmal ein Highlight. Natürlich nicht auf dem Rasen. Hier sind die Messen gesungen und Geisterspielefans sind wir auch nicht. Eher schon von geschliffenen Texten mit Liebe zu Fußball und Fankultur. Hier kommt Dominik Bardow mit seinem Buch „Fußballfibel Eintracht Frankfurt“ ins Spiel. Wir möchten euch einladen die Bundesligasaison, bei Anekdoten und Geschichten zur launigen Diva ausklingen zu lassen. Ebbelwoi gibt es natürlich auch und einige musikalische Perlen/Skurilitäten werden zum Thema ebenfalls das Tageslicht erblicken. Man weiß nicht genau was passieren wird. Aber dies ist bei einem Abend zur SGE auch nicht anders zu erwarten. Moderiert wird die Veranstaltung von Rico Noack (Gesellschaftsspiele e.V.).Die „Fußballfibel Eintracht Frankfurt“ ist kein klassischer
Fanfakten-Almanach, dafür gibt’s 11 liebevolle Storys über 11
Vereinslegenden, von Yeboah bis Rebic, von Okocha bis Alex Meier, von
Stepanovic bis Adi Hütter. Alles ist persönlich gehalten, das Motto
der Fußballfibel-Reihe ist „Von Fans für Fans“. Dominik Bardow wurde 1982 am Rande des Ruhrgebiets in Dorsten geboren
und ist dennoch seit jeher Fan von Eintracht Frankfurt. Eine
Fernbeziehung, die er auch in Berlin aufrecht erhält, wo er seit 2003
mit einigen Unterbrechungen lebt.
Arbeitete sieben Jahre als Sportredakteur beim Tagesspiegel, unter
anderem als Fußball-Reporter und Experte für FIFA-Korruption.
Mittlerweile als freier Autor unterwegs, sucht er laufend Vorwände, um
sich mit der Frankfurter Eintracht zu beschäftigen. Coronabedingt können wir nur maximal 50 Menschen in den Laden lassen. First come, first serve. Wir empfehlen zudem das Tragen von Masken.

27. Juni, 18.30 Uhr, „zur Glühlampe“ (Nähe U Warschauer Straße)

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