Gesellschaftsspiele-Quiz x Fußball in Israel

4. März und 18. März , 19:00 Uhr online

Facebook-Veranstaltung

Diesen Donnerstag startet um 19 Uhr die zweiteilige Reihe „Gesellschaftsspiele-Quiz x Fußball in Israel“. Wir kombinieren zwei Elemente, die wir selbst dufte finden: Informationen aus erster Hand zu Fußball und Fankultur treffen auf ungebrochene Quizbegeisterung. 

Erster Teil (4. März): Liga, Fans, Vereine – wer spielt eigentlich gegen wen? Welche politischen Spannungsfelder sind zu beobachten? Diese und viele weitere Fragen wird Euch Felix Tamsut (Deutsche Welle) beantworten.

Zweiter Teil (18. März): Wir steigen tiefer in die Fan- und Ultrakultur ein. Wer ist mit wem verfeindet? Wo wird auch in der vierten Liga das Bengalo angerissen? Welche Auswärtsfahrerzahlen sind bemerkenswert? Inneneinblicke bekommen wir von Adam. Die Ultrabewegung in Israel kennt er aus erster Hand. Als Vorgeschmack können wir seine Ausführungen im beliebten Podcast Football was my first love empfehlen.

Es gibt im Rahmen von „Gesellschaftsspiele-Quiz x Fußball in Israel“ einen ganz besonderen Preis zu gewinnen. Mehr Informationen erhaltet Ihr zu Beginn der Veranstaltung. Es lohnt sich.

Die eingesammelten Spenden gehen dieses Mal an die Initiative #gemeinsamfürtina. Tina ist Dynamo Dresden Fan, 14 Jahre alt und kämpft in ihrem jungen Leben bereits zum dritten Mal gegen den Krebs. Wer schon vorab spenden möchte, kann hier in den PayPal-Pool einzahlen: https://www.paypal.com/pools/c/8xmZ0VN9MP

Um teilzunehmen, wählt Ihr Euch am Donnerstag, den 4. März, ab 18:45 Uhr (Start 19:00 Uhr) über euren Computer über folgenden Link ein: https://us02web.zoom.us/j/84902849208

Für das Quiz benötigt ihr zudem euer Smartphone. Wie das Quiz genau funktioniert, wird zu Beginn des Treffens erklärt. 


Sei es weil Ihr gern mehr über Fußball in Israel erfahren wollt, Ihr gerne quizzt, das Spendenziel unterstützen wollt – seid in jedem Fall dabei.


Wir freuen uns Euch zu sehen! 

Info-Abend: Boycott Qatar 2022

11. Februar 2021, 19.00 Uhr

Ende kommenden Jahres wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar stattfinden. Was früher einmal ein Fest für den Fußball und die Fans war, hat sich längst zu einem kommerziellen Mega-Event entwickelt, bei dem sich nicht zuletzt die FIFA und ihre Funktionäre die Taschen füllen.

Die Vergabe der WM nach Qatar hat für uns das Fass zum Überlaufen gebracht. Demokratische Rechte wie Meinungs- und Pressefreiheit, freie Religionsausübung oder Freiheit der sexuellen Orientierung gelten in Katar nicht oder nur sehr eingeschränkt. Die Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen sind erbärmlich. Eine in der Bevölkerung verankerte Fußballkultur gibt es nicht.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar ist für uns nicht akzeptabel. Deswegen haben wir uns als Verein sehr früh der Kampagne »Boycott Qatar 2022« angeschlossen. Diese Kampagne befindet sich noch in den Anfängen und wird zur kommenden Saison richtig Tempo aufnehmen.

Doch schon jetzt wollen wir die Klub-WM nutzen, die in diesen Tagen ebenfalls in Qatar stattfindet – noch so ein überflüssiges Event –, um Euch und weitere Unterstützer*innen über die Kampagne ausführlicher zu informieren.

Zu diesem Zweck haben wir die beiden Initiatoren von »Boycott Qatar 2022« eingeladen: Bernd Beyer und Dietrich Schulze-Marmeling, beide Autoren zahlreicher Bücher über Fußball und Fankultur, werden die Kampagne vorstellen und über ihre Motive, ihre zentralen Kritikpunkte und die Ziele von »BQ2022« sprechen.

Es wird die Möglichkeit zur Diskussion geben und außerdem ein kleines Qatar-FIFA-Quiz gespielt werden. Der Gewinnerin bzw. dem Gewinner winkt das Buch »Boycott Qatar 2022« aus der Feder von Bernd und Dietrich, das im Frühjahr im Verlag Die Werkstatt erscheinen wird.

Um teilzunehmen, wählt Ihr Euch am Donnerstag, den 11. Februar, um 19.00 Uhr über euren Computer über folgenden Link ein: 

https://us02web.zoom.us/j/82692212913?pwd=eXYxQ0ZEa2xCVXplM0Q3Ni9VUzd4Zz09

Für das Quiz benötigt ihr zudem euer Smartphone. Wie das Quiz genau funktioniert, wird zu Beginn des Treffens erklärt.

Wir freuen uns Euch zu sehen!

Gesellschaftsspiele-Online-Quiz: Erinnerungstag im deutschen Fußball

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Trotz des Lockdowns möchten wir Euch eine Veranstaltung zum diesjährigen Erinnerungstag bieten. Wir laden Euch in unserem gewohnten pandemiegerechten Format ein, mehr über die Initiative „Nie Wieder“ und das Thema Erinnerungsarbeit im Fußball zu erfahren – in einer neuen Auflage des Gesellschaftsspiele-Online-Quiz!

Am Dienstag, den 2. Februar um 19:30 Uhr.

Zu Gast ist Klaus Schultz, der in der Halbzeitpause die Initiative „Nie Wieder“ – Erinnerungstag im deutschen Fußball vorstellt.

Wie läuft das Quiz ab? Auch diesmal spielen wir vier Runden à 15 Fragen.

Um an unserem Online-Treffen teilzunehmen, klicke bitte am Dienstag, um 19:30 Uhr über deinen Computer auf folgenden Link: https://us02web.zoom.us/j/87846260942…

Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht nötig.

Dein Handy oder Tablet benötigst Du zusätzlich, um am Quiz teilzunehmen. Wie das genau funktioniert, wird zu Beginn des Treffens erklärt.

Wie immer sammeln wir am Ende des Quiz Spenden für einen guten Zweck. Dieses Mal wird der Betrag ganz im Sinne des Nie-Wieder-Gedankens, an eine Organisation/ein Projekt im Bereich Erinnerungsarbeit gespendet. Am Dienstag erfahrt Ihr mehr. 

Die Spenden sammeln wir wie üblich über folgenden Paypal-Pool

Weitere Informationen zum Erinnerungstag im deutschen Fußball und dem„Nie Wieder“ Netzwerk findet Ihr hier

Good Bye 2020!

2020 – ein Jahr wird in Erinnerung bleiben. Die vergangenen 12 Monate glichen einer Achterbahn der Erlebnisse und Gefühle. In vielen Fällen aber in unerwünschte Richtungen. Auch im Verein selbst waren wir von Ausnahmesituationen betroffen, möchten aber die schönen Momente dabei nicht vergessen. Der Gewinn des Fußballutopie-Preises, viele digitale Quizrunden mit wechselnden Kooperationspartnern und fast 1500 Euro eingenommenen Spendengeldern, Workshops- und Vortragstätigkeiten im Rahmen vom Bildungsprogramm Kopf_Ball_2020, Projektvorbereitungen für das erste Erasmus-Plus-Projekt mit Freund*innen aus der Ukraine, Türkei und Tschechien, die aktive Mitarbeit bei „Mosse erinnnern“, sowie Präsensveranstaltungen zu Nordkorea und Arbeitsbedingungen in Katar, zählten unter anderem dazu.
An diese Momente zu erinnern, einen Ausblick auf 2021 zu geben und um noch einmal –wenn auch nur digital- zusammenzukommen, dies sollte der Grund für unsere Jahresendfeier am 13. Dezember sein. Schön war es, so die einhellige Meinung nicht nur der jeweiligen Quizrundengewinner (natürlich ging es bei uns nicht ohne Quiz). Jetzt haben wir fertig für dieses Jahr und mit diesem Jahr. Der Bildschirm wird ausgemacht und 2021 kann kommen. Mögen die Leser*innen auf dieser Seite gesund und uns gewogen bleiben. Im nächsten Jahr gibt es einiges zu erwarten. Wir sind bereit!

Pogovorim pro fankulturu

Wir waren bei unseren Freundinnen und Freunden von Fankurve Ost zu Gast, um die Arbeit unseres Vereins vorzustellen. Im Videoformat „Pogovorim pro fankulturu“ (Lasst uns über Fankultur reden) wenden wir uns insbesondere an Fußballfans in Osteuropa.

Nicht erschrecken – nur die Anmoderation ist auf Russisch. Der Rest des Videos ist in deutscher Sprache mit russischen Untertiteln. 

Fußball-Utopie des Jahres

Gemeinsam mit unseren Freundinnen Greta Budde und Petra Landers hat Gesellschaftsspiele e.V. den easyCredit-Fanpreis der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur gewonnen: Die Fußball-Utopie des Jahres. 

In unserer Utopie entwerfen wir das Konzept eines alternativen Fußballverbandes, der nach genossenschaftlichen Prinzipien organisiert ist. Der Fußball soll damit endlich wieder denen dienen, die ihn lieben. Wir stellen uns einen Fußall vor, der gerecht, partizipativ, solidarisch und zukunftsgerichtet ist – einen Fußball, der sich nicht darüber definiert, Profite zu maximieren und Macht über andere auszuüben. 

Hier findet Ihr unsere Fußball-Utopie „Den Fußball denen, die ihn lieben“: https://www.fussball-kultur.org/artikel/news/den-fussball-denen-die-ihn-lieben-eine-fussballutopie

Wir freuen uns über die Auszeichnung durch die Deutsche Akademie für Fußballkultur und stecken schon voller Ideen, damit aus der Utopie Wirklichkeit werden kann. Die positiven Rückmeldungen geben uns die nötige Energie und das Preisgeld einen finanziellen Schub für die anstehenden Projekte.  

Ein Video von der Preisübergabe und ein Interview mit unserem Vorstandsmitglied David gibt es auf kicker.de zu sehen.

Zum Hintergrund

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur verleiht jedes Jahr den easyCredit-Fanpreis. In diesem Jahr für die „Fußball-Utopie des Jahres“. Der Fanpreis wird jedes Jahr im Rahmen des Fußball-Kulturpreises verliehen. Neben dem Fanpreis werden auch das Fußball-Buch des Jahres, der Fußball-Spruch des Jahres und der Walther-Bensemann-Preis verliehen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde in diesem Jahr der Fanpreis erstmals für eine rein intellektuelle Leistung vergeben. Die Auszeichnung „Deutscher Fußball-Kulturpreis in der Kategorie Fußball-Utopie des Jahres“ wird mit der Preisfigur MAX im Rahmen einer großen Online-Gala am 30. Oktober übergeben. Der erste Platz ist mit 3000 € datiert. 

Der Gesellschaftsspiele e.V. beschäftigt sich seit mittlerweile 5 Jahren mit unterschiedlichen Aspekten der Fan- und Fußballkultur. Mit Bildungsarbeit im Kontext von Fußball und Gesellschaft wenden wir uns aktiv gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Sexismus und Homophobie. 

Great Budde (Spielerin von Union Berlin) und Petra Landers (ehemalige Nationalspielerin) sind beide Freundinnen des Vereins. Sie waren im Rahmen einer Filmvorführung gemeinsam unsere Gäste für ein Podiumsgespräch zum Thema Frauenfußball und Gleichberechtigung. Im Anschluss an diese Veranstaltung kam uns die Idee einen gemeinsamen Beitrag zur Fußball-Utopie des Jahres zu entwickeln. 

Mitgliederversammlung 2020

Am Abend des 28.09. trafen sich die Mitglieder unseres Vereins zur jährlichen Mitgliederversammlung. Ort war das Fanprojekt in der Berliner Cantianstraße, wo uns die Räumlichkeiten unter den aktuellen Hygieneregeln zur Verfügung gestellt wurden. Ganz herzlichen Dank dafür.

Mit lachenden Augen starteten wir mit einem Rückblick auf unsere Veranstaltungen, Workshops und Vorträge von 2019 und bekamen ein paar weinende Augen beim Blick auf die zweite Hälfte diesen Jahres. Bis zum März konnten wir einige tolle Ideen verwirklichen, Veranstaltungen organisieren und Neues planen. Bei der Planung blieb es aber auch. Vieles liegt in der Ablage und ist umsetzungsreif. Wir hoffen die Zeit spielt für unsund wir können bald wieder in großer Runde zusammensitzen und mit Freund:innen außerhalb Berlins Fußball und Fankultur erleben.

Wie auf MVs üblich, wurde auch bei uns wie jedes Jahr ein Vorstand gewählt. Larry übernimmt die Aufgaben als neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender und wir danken Janusz, der diesen Job in den vergangenen Jahren mehr als prima gemacht hat. Unseren neuen Vorstand könnt ihr unter https://gesellschaftsspiele.berlin/ueberuns/vorstand/ anschauen.

Auf der Agenda stand noch die Begrüßung unseres neustes und jüngsten Mitglieds (1 Monat) sowie die feierliche Einweihung unseres neuen Vereinsbanners und unserer Nickis. Nach dem ersten Teil begrüßten wir noch eine kleine Anzahl von Freund:innen des Vereins mit denen wir eine Art Mini-Sommerfest mit leckerem Essen, Getränken und dem jährlichen MV Quiz feierten. Umarmungen und Knuddeln mussten Masken und Winken weichen und trotzdem hatten wir eine Menge Spaß. Auf ein neues, erfolgreiches und unbeschwerteres Vereinjahr…

For the good of the game: Boycott Qatar!

Gesellschaftsspiele e.V. unterstützt die Initiative #BoycottQatar.

Wir als gemeinnütziger Verein, der im Fußballkontext Bildungsarbeit leistet, werden nicht einfach so tun, als sei die WM 2022 ein Turnier wir jedes andere. Normalerweise begleiten wir als Fußballbegeisterte Welt- und Europameisterschaften mit einem kritischen Kulturprogramm, an das sich ein gemeinsames Fußballschauen am Fernseher oder vor der Leinwand anschließt. 

Mit der Weltmeisterschaft in Katar ist nun eine Situation erreicht, die einen komplett anderen Umgang mit diesem Fußballturnier erfordert. Die Kombination aus ausufernder Kommerzialisierung des Fußballs, maximaler Vermarktung des Produkts Fußball-WM und den „Merkwürdigkeiten” ihrer Vergabe bei gleichzeitiger Missachtung der Menschenrechte im Austragungsland hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht.

Die staatliche Diskriminierung von Frauen in Katar, das gesetzliche Verbot der Homosexualität, die miserable, sklavenähnliche Situation der „Gastarbeiter*innen” und nicht zuletzt die fehlende Fußballkultur – all das hat uns dazu bewogen, als Fußballfans unseren Protest gegen dieses WM-Turnier mit Gleichgesinnten zu organisieren. Ein anderer Fußball ist nötig! Ein anderer Fußball ist möglich!

Alle Informationen zur Initiative #BoycottQatar findest Du auf www.boycott-qatar.de und auf Facebook.

Mosse-Tage vom 8. bis 23. September 2020 im Jahn-Sportpark

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Wir laden ein zur Eröffnung der Freiluft-Ausstellung entlang der ehemaligen Rudolf-Mosse-Straße im Jahn-Sportpark am 8. September 2020, dem 100. Todestag von Rudolf Mosse. Auf elf Litfaßsäulen geht es um die Familie Mosse, ihr Wirken in Berlin, um die verschwundene Rudolf-Mosse-Straße und um den Jahn-Sportpark als Ort von 130 Jahren Fußballgeschichte.

Ort: vor der Haupttribüne des Großen Stadions im Jahn-Sportpark (U2 Eberswalder Straße).

Unser Programm

  • ab 18 Uhr Straßenführung und Vorab-Besichtigung
  • 18.30 Uhr Ansprachen von Bezirksbürgermeister Sören Benn, Holger Siemann für die Gruppe „Mosse erinnern!“ und Roger Strauch als Vertreter der Mosse-Erben
  • 18.45 Uhr Eröffnung

Begleitet wird die Ausstellung, die bis zum 23. September ganztägig zu sehen ist, von Vorträgen und Straßenführungen. Alle Infos dazu gibt es auf unserer Webseite www.mossestrasse.de.

Zum Hintergrund

Am 31. Mai dieses Jahres jährte sich die Benennung der Rudolf-Mosse-Straße im Prenzlauer Berg zum 100. Mal. Die heute verschwundene Straße führte einst von der Eberswalder zur Sonnenburger, mitten durch das Areal des Jahn-Sportparks, und ehrte das beispiellose Engagement der Mosses für ihre Stadt Berlin.

Die Nationalsozialisten tilgten 1935 jüdische Namen aus dem Stadtbild, benannten die Mosse-Straße in „Verlängerte Sonnenburger“ um, „arisierten“ den Mosse-Verlag und vertrieben oder ermordeten Familienmitglieder.

1950 verschwand die Straße unter Trümmerschutt und Stadionneubau. Heute wird im Sportpark an Friedrich Ludwig Jahn und Max Schmeling erinnert, nicht aber an den großzügigen jüdischen Mäzen. Um das zu ändern, treffen sich seit 2018 Anwohner, Fußballfans und Lokalhistoriker in der Gruppe „Mosse erinnern!“.

Mehr über die Straße, die Ausstellung und das Vortragsprogramm, über die Gruppe „Mosse erinnern!“ und unsere Mosse-Topografie auf www.mossestrasse.de

Zu den Vorträgen

Di. 10.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Beate Boehnisch und Bernt Roder (beide Museum Pankow)

Jüdisches Leben im Prenzlauer Berg vor 1933

Der heutige Ortsteil Prenzlauer Berg lockt jährlich zahllose Besucherinnen und Besucher nach Berlin. Viele lieben das lebhafte Treiben, die Restaurants und Cafés. Andere sind an der Geschichte dieses Stadtgebietes interessiert. Wer sich hier auf die historische Spurensuche nach jüdischem Leben macht, besucht meist die Synagoge in der Rykestraße und den Jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee. Diese Zeugnisse lassen nur erahnen, dass sich der Bezirk Prenzlauer Berg vor 1933 durch eine Vielfalt jüdischen Lebens auszeichnete. Beate Boehnisch und Bernt Roder vom Museum Pankow erinnern an die einst so lebendige Kultur und zeigen, wo es in der Gegenwart wieder jüdisches Leben in Prenzlauer Berg gibt.

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Di. 15.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Christian Wolter (Sporthistoriker)

Arbeiterfußball in Berlin

Arbeiterfußball, das war einst Fußball für den Klassenkampf. Die Verbände Arbeiter-Turn- und Sportbund sowie Rotsport trugen eigene Meisterschaften aus, hatten sogar eigene Nationalmannschaften. Alles in Abgrenzung zum Deutschen Fußball-Bund.

Allein in Berlin gab es zwischen 1910 und 1933 Hunderte Arbeitersportvereine, einige von ihnen spielten Fußball auf dem Exer, dem heutigen Jahn-Sportpark. Zuschauen und mitspielen war für jeden Proletarier erschwinglich, denn Arbeiterfußball war Breitensport. Und er hatte auch seine eigene, spannende Fankultur.

Über all diese Facetten des Arbeiterfußballs spricht der Sporthistoriker Christian Wolter in seinem Vortrag.

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Do. 17.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Dr. Meike Hoffmann (MARI)

Rudolf Mosse – Der Kunstsammler und Mäzen im Spiegel der Provenienzforschung

Berlin hat lange gebraucht, um sich an seine bedeutenden jüdischen Kulturförderer des 19. Jahrhunderts zu erinnern. Als eines der herausragenden Ereignisse wurde im letzten Jahr die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel eröffnet. An prominenter Stelle ist dort die monumentale Skulptur eines jungen Löwen von August Gaul ausgestellt, die vormals zur Sammlung von Rudolf Mosse gehörte. Die Verbindung zweier kongenialer Vertreter des Berliner Mäzenatentums wäre ohne die Provenienzforschung nicht möglich gewesen. Was sammelte, was förderte Rudolf Mosse im Bereich der Kunst und was erfahren wir dadurch über seine Persönlichkeit? 

Antworten gibt Dr. Meike Hoffmann von der Mosse Art Research Initiative (MARI) in ihrem Vortrag.

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Mo. 21.9., 19.00 Uhr – Vortrag von Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte)

Der Jahn-Sportpark: Ein sportpolitischer Ort zwischen Ost und West im Kalten Krieg

Die politische Teilung und der Mauerbau 1961 entzweiten die Berliner Fußballgemeinschaft nachhaltig. Auf einem der traditionsreichsten Fußballplätze Berlins wirkten die politischen Umstände der Teilung auf besondere Weise nach. Der ab 1952 unter dem Namen „Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark“ firmierende Sportplatz erhielt aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Berliner Mauer und als prestigebeladenes DDR-Bauprojekt im Systemwettstreit eine besondere Bedeutung. Zudem war das Stadion sportliche Heimstätte zweier aus der Retorte geborener Spitzenteams der DDR, des ASK bzw. FC Vorwärts und des BFC Dynamo. Das Stadion erlebte sportliche Propaganda, war Schauplatz deutsch-deutscher Duelle und Artikulationsort von DDR-Fans und jugendlicher Subkultur.

Einen Einblick in diese vielfältige Geschichte gibt Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte) in seinem Vortrag.

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#mosseerinnern

„Fußball ohne Mauer“ in Top 50 gewählt

Über 15.000 Votes wurden in der vierwöchigen Abstimmungsphase für rund 140 Einreichungen für den Einheitspreis 2020 abgegeben. Das Projekt „Fußball ohne Mauer“, das wir gemeinsam mit dem Fanprojekt Berlin, der Fanbetreuung und dem Lernzentrum von Hertha BSC auf die Beine gestellt haben, hat es unter die Top 50 Nominierten geschafft.

Im weiteren Wettbewerbsverlauf haben wir jetzt die Chance, von der Fachjury zu einer der 30 Preisträgerinnen und Preisträger des Einheitspreises 2020 gewählt zu werden.

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