12. Dezember // Vorstellung der Fußballbuch-Reihe „Bibliothek des Deutschen Fußballs“ mit anschließender Lesung

Zusammem mit dem Verlag CULTURCON medien und Herausgeber Frank Willmann präsentieren wir die ersten vier Bände aus der Bibliothek des Deutschen Fußballs.

Die Lesung aus den vier neuen Fußballfibeln zu den Vereinen 1. FC Union Berlin (Jörn Luther), BFC Dynamo (Marco Bertram), SV Babelsberg 03 (Rico Noack) und FC Energie Cottbus (Jens Batzdorf) war kurzweilig und äußerst unterhaltsam. Herausgeber und Moderator Frank Willmann führte souverän durch den Abend. Mit ca. 50 anwesenden Gästen war die Veranstaltung nicht nur gut besucht, sie häte aus Platzgründen auch keine weiteren Personen aufnehmen können. Vorleser und Gäste fühlten sich -wie es einhellig hieß- äußerst gut unterhalten. So soll es sein. Kaufen kann man die Bücher überall, wir empfehlen aber den Direktkauf beim Verlag.

 

Eine kurze Darstellung des Abends findet sich im Neuen Deutschland oder auch hier.


 

20. Oktober // Podiumsdiskussion: Fankultur im russischen Fußball 2015

BAIZ

Gut besuchte Veranstaltung.

Die Vorankündigung zur Veranstaltung gibt es hier nachzulesen.

Im Rahmen der FARE-Action Weeks 2015 fand die Veranstaltung „Fankultur in Russland 2015“ statt. Die Veranstaltung sollte wieder einmal in der Schankwirtschaft BAIZ stattfinden. Die BAIZ ist eine -es wurde bereits erwähnt- Kneipe und kein Auditorium. Das hat Vor- und Nachteile. 50 Personen wollten sich das Thema nicht entgehen lassen und kamen wohl auch mit unterschiedlichen Erwartungen in die Veranstaltung. Das spannende an dieser Thematik ist, dass sie von verschiedenen Perspektiven betrachtet und bearbeitet werden kann. In unserer Veranstaltung ging es vorrangig um Probleme, die den russischen Fußball und seine Fankultur aktuell beschäftigen. Da dies aber auch nicht das gesamte Bild abbildet, werden wir uns weiterhin mit dem Thema beschäftigen.

Auf dem Podium saßen:

  • Pavel Klymenko (Osteuropa-Experte bei Football against Racism Europe)
  • Robert Ustian (Gründer CSKA Fans Against Racism und Mitglied des Executive Committees von Football Supporters Europe)
  • Ivan (Polit-Aktivist & Fußballspieler in der D.I.Y. League und Fan von Dynamo Moskau)

Moderiert wurde die Veranstaltung von Jörg Depta (Erschaffer des auditiven Fußballmagazines Kopfstoss.FM, Energie Cottbus-Fan mit großer Osteuropa-Begeisterung).

Für eine genaue inhaltliche Wiedergabe der Positionen empfehlen wir den Beitrag vom Amaranto-Blog. Gesammelt wurde während dieser Veranstaltung für die Frauen- und Mädchenabteilung von Türkiyemspor Berlin.


 

26. September // 1. pass/t – Festival

Es hat einfach gepass/t. Fußballfans für Flüchtlinge, gegen Homophobie und staatliche Repression – ein Veranstaltungsbericht.

Unser kleines, feines Festival führte rund 120 Fans der Fußballkultur in den Prenzlauer Berg, ins Berliner Fanprojekt unweit der derzeitigen Heimstätte des BFC Dynamo. An dieser Stelle erst einmal Dank an alle die so zahlreich erschienen sind und an die tollen Referentinnen und Referenten. Zusammen mit dem Fanprojekt Berlin, ohne die dieses Festival nicht möglich gewesen wäre, und dem Fanmagazin Transparent konnten wir zu spannenden Vorträgen laden. Diskutiert wurden Themen wie die Repression gegen Istanbuler Fußballfans, der alltägliche Kampf gegen Homophobie im Stadion und die Selbstorganisation von Geflüchteten in Vereinen.

Schon beim ersten Thema konnte uns der Experte, Harald „Hacky“ Aumeier, der seit über zehn Jahren in Istanbul lebt und arbeitet, einen Einblick in die derzeitige Lage der türkischen Fankultur geben. Auch wenn sich momentan ein Freispruch für die wegen Putschversuch angeklagten Fans von Besiktas andeutet, ist die Lage der Fans in der Türkei alles andere als einfach. Die Terrorgesetzgebung und elektronische Eintrittskarten hindern viele Fans am Stadionbesuch, weshalb sich bereits vereinsübergreifende Netzwerke gebildet haben.

Duygu

Duygu Aloglu von Gençlerbirliği – KaraKızıl über den Boykott der Fans wegen neuer Einlassgesetze bei Fussballspielen

Nach dem Vortrag wurden die ersten Bierchen gezapft, neue Kontakte geknüpft und sich am leckeren arabischen Buffet gelabt. Somit wurde in lockerer Atmosphäre der zweite Vortrag zur Homophobie im Fußball eingeleitet. Martin Endemann wusste von vielen deutschen, europäischen (Italien, Schweden) und sogar globalen (Mexiko) Faninitiativen zu berichten, die sich aktiv gegen die Diskriminierung von LGBTQI* Menschen im Stadion einsetzen. Am Ende des Vortrags wurde klar, dass sich zwar schon einiges zum Positiven verändert hat, wir aber noch einen langen Weg zu gehen haben, um den Zugang zu Fußball wirklich diskriminierungsfrei zu ermöglichen.

Nach ein etwas längeren Umbaupause und der Verlegung des später stattfindenden Konzerts in die Räume des Fanprojekts ging es nicht minder spannend mit dem letzten inhaltlichen Block des Tages weiter. Hierbei gaben zwei Aktivistinnen Einblick in ihre Initiativen, die es Geflüchteten ermöglichen, entweder in einer regulären Vereinsmannschaft aktiv zu werden (Welcome United 03) oder sich regelmäßig zum Fußballtraining bzw. einfach nur zum Bolzen zu verabreden (Champions ohne Grenzen). Beide Initiativen eröffnen Räume zur Begegnung und Integration und werden daher auch von Gesellschaftsspiele durch eine Spende der Festival-Erlöse unterstützt.

Anschließend fand der Abend einen krönenden Abschluss mit dem Konzert von dem Berliner Rapper Refpolk und der fabelhaften MC Daisy Chain, die mit ihren politischen Texten über Rassismus und Flucht den Ton des Festivals genau trafen.

Unser Dank geht an die Förderer und Unterstützer vom Fanprojekt Berlin, Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V. und unserem Medienpartner, Transparent.

Medienpartner Transparent-Magazin

Wir bedanken uns natürlich auch bei allen die vorbeikamen und versprechen, dass das  pass/t – Festival im nächsten Jahr fortgsesetzt wird.


8. Juli // Podiumsdiskussion: It’s getting tickly now. Fankultur im Vereinigten Königreich. O-Töne der Veranstaltung von Charlotte Gensing für DRadio Wissen hier.   It’s getting tickly now. Fankultur im Vereinigten Königreich@Facebook #FCUK This is football.

1000. Diese Zahl beschreibt den Status Quo der englischen Fankultur treffender als jeder Spielbericht. 1000 ZuschauerInnen aus dem Vereinigten Königreich sind es angeblich, die zu jedem Heimspiel von Borussia Dortmund anreisen. 1000 Fußballfans, die für 90 Minuten Bundesliga viel in Zeit und Geld investieren anstatt im Mutterland des Fußballs ins Stadion zu gehen – warum?

Woher kommt diese enorme Anziehungskraft? Was fehlt den englischen Fußballfans, das sie in Deutschland suchen? Immerhin gilt die Premier League noch immer als die beste, stärkste, spannendste Fußballliga der Welt. Allerdings explodieren die Ticketpreise, Clubs werden von internationalen Investoren geführt, Stehplätze sucht man vergebens. Sind die 1000 also das Warnsignal einer untergehenden Fankultur? Oder vielleicht nur ein Randphänomen der Generation Easy Jet?

Wir wollen der Sache auf den Grund gehen. Einblick in Faszination für den Fußball hierzulande gibt Stephen Glennon, der im Berliner Fußball-Exil mit seinen Kollegen, durch die Amateurligen der Hauptstadt zieht und das Magazin NO DICE herausgibt.

Allerdings ist auf der Insel ist viel mehr in Bewegung, als es hierzulande einigen Fußballfreunden bewusst ist. Von Fans neu gegründete und basisdemokratische geführte Vereine, wie der in der nächsten Saison bereits sechstklassige FC United of Manchester, stellen dabei nur eine Facette dar.

Auch die bereits ausgestorbenen Stehplätze scheinen ein Comeback zu erleben: Celtic Glasgow macht es gerade vor. Jon Darch von Safe Standing Roadshow, der Initiative zur Wiedereinführung von Stehplätzen, wird einen spannenden Einblick in die aktuellen Entwicklungen geben.

Was hat es eigentlich mit dem Projekt „Union in Englisch“ auf sich? Wir werden es erfahren – Mark Wilson berichtet!

Von Kit Holden möchten wir wissen, warum „die Fußball-Welt ohne die Glazers [Anteilseigner an Manchester United] eine bessere Welt“ (Kit Holden) wäre.

Podiumsdiskussion am 08. Juli in Berlin-Kreuzberg. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Schankwirtschaft Clash(Gneisenaustraße 2A, U-Bahnhof Mehringdamm). Vorher und nachher mit Musike von der Insel, dazu kalte Getränke und nette Leute. Vielleicht auch Porridge? Nein.

Wir freuen uns sehr auf:

  • Stephen Glennon (Mitbegründer und Redakteur des englischsprachigen Fußballmagazines NO DICE und Kolumnist beim Tagesspiegel. Themen: Fußball, Fußball in Berlin, Fankultur, noch mehr Fußball)
  • Jon Darch (Rebell und Erfinder der Safe Standing Roadshow, Initiative zur Wiedereinführung von Stehplätzen in Großbritannien)
  • Mark Wilson (Blogger, Dauerkarteninhaber bei Union Berlin und Mitbetreiber der Homepage „Union in Englisch)
  • Kit Holden (Journalist mit Fokus auf den „denglischen“ Fußball. Berichtet und schreibt u. a. für die Daily Mail, Deutsche Welle, Tagesspiegel, 11 Freunde …)

Moderation: Jörg Depta (Erschaffer des auditiven Fußballmagazines Kopfstoss.FM, fanatischer Energie Cottbus-Fan mit Sympathien für Blackpool und Liverpool) Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Zur Einstimmung auf das Thema:


26. – 29. Juni // Workshop „Zivilgesellschaft und Fankultur in der Türkei“ in Istanbul. Eine kleine Delegation von Gesellschaftsspiele ist Ende Juni nach Istanbul gereist, um den Gerichtsprozess gegen 35 Beşiktaş- Angeklagte zu beobachten. […] Zum Reisebericht auf das Foto klicken. Artikel verfasst für: Mittendrin (S. 20-22) und in der Sonderausgabe des Ultra Unfug zum Ultrash Nr. 9. Für das Magazin Transparent wurde ein Interview zur Thematik der Passolig-Karte (obligatorische Karte, um Fußballspiele in der Türkei sehen zu können) geführt.  Ohne Rauch gehts auch - aber mit ist besser


6. Juni // Sommerfest des Vereines im Rahmen der Respect Gaymes Speis und Trank, Politische Bildungsarbeit, Quiz-Show, Vorrundenaus (mit nur zwei unglücklichen Gegentoren!!) und viele Albernheiten, die hier wohl besser nicht hingehören.

Abschussball

Die Liebe war an jenem Tag deutlich zu spüren – der Turniersieg nicht.


20. – 22. Mai // Workshop „Zivilgesellschaft und Fankultur in der Türkei“ in Bochum

Im Rahmen des Seminares „Faszinosum Fußball“ reiste ein Referent von uns nach Bochum, um dort über die Rolle der türkischen Fußballfans bei den Gezi-Protesten zu referieren. Eine tolle Veranstaltung mit und für die StipendiatInnen der Hans-Böckler-Stiftung.


14. April // Podiumsdiskussion: The revolution will not be televised – Fußballfans in der Türkei und ihre Rolle bei den Gezi-Protesten 2013 Erwähnt bei: Rudde, Bastian: Deutschlandfunk Zum Veranstaltungsbericht auf das Foto klicken. Schankwirtschaft BAIZ_14.04.15_19.30 Uhr

Im Fernsehen rustikale Straßenkämpfe, die Nachrichtensprecherin berichtet von Toten und Verletzten. Womöglich der Beginn einer Revolution, meint zumindest die Nachbarin vom Stockwerk darüber. Fußballfans sollen an vorderster Front gegen den Staatsapparat kämpfen. Heldengeschichten entstehen. Der Gezi-Park bleibt.
Momentan stehen viele der Fußballfans, insbesondere der Ultra-Gruppe „Çarşı“ von Beşiktaş Istanbul wegen der Beteiligung an den Protesten vor Gericht, langjährige Haftstrafen drohen. Die Gezi-Proteste beschäftigen noch immer die türkische Öffentlichkeit. Fußballfans als Staatsfeinde Nr. 1 – was ist eigentlich passiert?
Sind die Çarşı -Ultras bei den Protesten politisch geworden oder waren sie es vorher schon? Immerhin tragen sie doch das anarchistische „A“ im Namen. Was hat es mit „Istanbul United“, der Solidarisierung der drei großen Istanbuler Vereine auf sich? Wie haben sich Istanbul und die Türkei seit den einschneidenden Protesten verändert? Was haben Çarşı und die anderen Protestierenden in der Türkei erreicht? Und welchen Preis mussten sie zahlen? Aus verschiedenen Blickwinkeln machen wir uns auf die Suche nach Antworten. Ihr seid herzlich eingeladen!

Info-Veranstaltung am 14. April in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Schankwirtschaft „BAIZ“. Anwesend:

  • Ebru Taşdemir (freie Journalistin, Autorin von Ein ‚türkischer‘ Sommer in Berlin. Die Gezi-Bewegung und der Traum von Demokratie“ und Geburtshelferin der Hassmailshow „Hate Poetry“)
  • Özcan Mutlu (Beşiktaş-Fan und Sprecher für Sportpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Beobachter des Çarşı-Prozesses in Istanbul)
  • Harald Aumeier (Türkiyemspor und Fenerbahçe-Fan, Dipl.Päd. und Medienarbeiter, aktueller Buchbeitrag zusammen mit Robert Claus„Von den Tribünen zum Gezipark – Fußballfans in der Türkei zwischen Nationalismus und Protest“ im frisch erschienenen Buch „Zurück am Tatort Stadion“)

Moderation: Robert Claus (Mitarbeiter der „Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit“ [KoFaS] an der Uni Hannover) Zur Einstimmung auf das Thema:

  • Guttstadt, Tayfun: Çapulcu. Die Gezi-Park-Bewegung und die neuen Proteste in der Türkei. Unrast-Verlag, Münster 2014. 325 Seiten.
  • Taşdemir, Ebru und Canset Içpinar: Ein „türkischer“ Sommer in Berlin. Die Gezi-Bewegung und der Traum von Demokratie. Orlanda Frauenverlag, Berlin 2014. 175 Seiten.
  • Yücel, Deniz: Taksim ist überall. Die Gezi-Bewegung und die Zukunft der Türkei. Edition Nautilus, Hamburg 2014. 224 Seiten.

The revolution will not be televised – Fußballfans in der Türkei und ihre Rolle bei den Gezi-Protesten 2013 // 14. April 2015


23. Januar 2015 // Gründungsveranstaltung des Vereines

Am Freitag war es endlich soweit – die offizielle Gründungsveranstaltung von Gesellschaftsspiele fand im Restaurant Eetcafé Linda Carrell statt. […] Zum Kurzbericht auf das Foto klicken.

bbb