Autor: Peter Dittmann (Seite 2 von 7)

Schweigen brechen – auf und neben dem Platz! Die Emanzipationsbewegung im Iran und dem Nahen Osten

25.11.2022, 18 Uhr, Archiv der Jugendkulturen (Fidicinstraße 3, 10965 Berlin)

Am 25.11.2022 findet jährlich der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Frauen weltweit erleiden bis heute Diskriminierung und Gewalt aufgrund ihres Geschlechts. Auch und gerade im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Iran richten sich in diesen Monaten die Augen verstärkt auf die Themen Emanzipation, Frauenrechte und Gewalt an Frauen. Wie schon zur „grünen Revolution“ im Jahre 2009 spielten dort Fußball und die Fußballkultur eine große Rolle.

Immer wieder gibt es Bestrebungen Frauen endlich den Zugang zu Fußballspielen zu gewähren (sowohl als Besucher*innen, als auch als aktive Spieler*innen) – Unterstützung gibt es hierbei medial auch von Sportgrößen wie Ali Daei oder auch Ali Karimi.Die Bereiche Gesellschaft und Sport gehen, wie so oft, hierbei fließen ineinander über und mit den Expert*innen soll hierbei eruiert werden, welche Rolle der (Frauen-)Fußball im Iran spielt, wie die aktuelle Situation sich darstellt und welche historisch – gesellschaftlichen Hintergründe die aktuellen Entwicklungen im Allgemeinen haben.

Wir möchten euch am 25.11.2022 von 18 – 21:15 Uhr ins Archiv der Jugendkulturen (Fidicinstraße 3/Haus B, 10965 Berlin) einladen um mit euch über das Thema Emanzipation im Sport zu sprechen.

Anmeldung über veranstaltungen@jugendkulturen.de

Zu Gast unter anderem Rebecca Schönenbach: Sie arbeitet als unabhängige Beraterin zu Fragen der islamischen Finanzierung und befasst sich darüber beruflich mit dem Bereich der Terrorismusbekämpfung und Frauenfeindlichkeit als Radikalisierungsfaktor. Als Vorsitzende des Vereins Frauen für Freiheit engagiert sie sich gegen Gewalt gegen Frauen, vor allem gegen politische Gewalt. Sie ist Kolumnistin bei der Welt am Sonntag und Mitherausgeberin des Sammelbuchs „Ich will frei sein, nicht mutig“: FrauenStimmen gegen Gewalt (Alibri Verlag, 2021)

#BoycottQatar2022

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Quizzen kontra Katar – Das ultimative Fußballquiz!

08.12.2022, 19 Uhr, Baiz (Schönhauser Allee 26a, 10435 Berlin)

Damit ihr während der WM in Katar nicht auf dumme Gedanken kommt und euch die Langeweile nicht erschlägt laden wir euch am 8. Dezember zum Fußballquiz in die Schankwirtschaft Baiz!

In vier kreativen Runden könnt ihr mit eurem Team beweisen, dass ihr das größte Fußballwissen habt! Ob es einzelne Spieler*innen, Teams oder die Geschichte der schönsten Nebensache der Welt sind – ihr werdet auf Herz und Nieren geprüft und könnt euch auf eine Reise durch die Fußballwelt freuen die ihres Gleichen sucht! Kommt vorbei und räumt Preise ab!

#KeinKatarinmeinerKneipe

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Die WM und ich

20. November, 17 Uhr, Trinklokal Panenka (Weichselstraße 27, Berlin-Friedrichshain)

Weltmeisterschaften sind mehr als Fußballturniere. Was beim größten globalen Sportevent passiert, prägt und bleibt. Manchmal für immer. Das wird in Katar nicht anders sein, auch wenn die FIFA den Fußball 2022 in die Wüste schickt.

Der bekannte Reporter Gerhard Waldherr hat führende Fußballjournalisten und Sportpublizisten eingeladen, ihre persönlichen Geschichten von 1954 bis 2018 zu erzähen. In dem Buch „Die WM und ich“ erklären sie auch, was die WM in Katar bedeutet. Das Bild, das dabei entsteht, zeigt nicht nur auf, wie der Fußball, sondern auch, wie sich die Welt verändert hat.

Bei unserer Veranstaltung im Berliner Trinklokal Panenka, das die WM aus Protest nicht zeigen wird, wollen wir darüber sprechen – über den Fußball, über das Fan-sein, darüber, wie sich all das verändert hat, und auch über Katar. Das alles passend und symbolisch am Tag der WM-Eröffnung, zur besten Sendezeit um 17 Uhr zum Anpfiff des Eröffnungsspiels. Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Veranstalter: Die WM und ich in Kooperation mit Gesellschaftsspiele e.V.

Es diskutieren:

  • Gerhard Waldherr, Reporter und Herausgeber und Macher des Buches „Die WM und ich“
  • Nik Afanasjew, Journalist und Autor
  • Ronny Blaschke, Journalist und Autor
  • Ingo Petz, Journalist und Autor

Moderation: Rico Noack (Gesellschaftsspiele e.V.)

Eintritt ist frei!

#BoycottQatar2022 #KeinKatarinmeinerKneipe

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Sportswashing – Warum Autokraten hinter dem Fußball her sind

24. August, 19 Uhr – Yaam am Ostbahnhof

In weniger als 100 Tagen startet die hochumstrittene Fußball-WM in Katar. Es ist bereits das zweite Sportgroßereignis, das nach den Olympischen Winterspielen in diesem Jahr in einem Land mit einer miserablen Menschenrechtslage ausgetragen wird.

Bei sommerlichen Temperaturen laden wir daher gemeinsam mit der Candid Foundation und dem Nahost-Magazin zenith ein, der Frage nachzugehen, warum gerade autokratische Staaten so viel Geld und Mühen in den Spitzensport stecken. Inwiefern geht ihre Strategie auf, wie wurde sie geplant und umgesetzt und wie unterscheidet sich Katars Ansatz von anderen Staaten mit ähnlichen Ambitionen wie Saudi-Arabien und Aserbaidschan?

Darüber diskutieren:

  • Viola von Cramon (Mitglied des Europaparlaments)
  • Philipp Köster (Chefredakteur 11 Freunde)
  • Sebastian Sons (Golf-Experte / CARPO)

Moderation: Jessy Wellmer (rbb / Sportschau)  

Wann? Am 24. August ab 19 Uhr
Wo? Im Yaam am Ostbahnhof (An der Schillingbrücke 3)

Die Podiumsdiskussion ist die Auftaktveranstaltung zur zehnteiligen Veranstaltungsreihe »Katar Talks – Richtig reden über die WM«, die von der Bundeszentrale für politische Bildung und der DFB-Kulturstiftung gefördert wird.

Der Eintritt ist kostenlos. Wer möchte kann am Eingang eine Spende für das Yaam hinterlassen.  

+++ Alle Infos zur Veranstaltung auch auf Facebook +++

Berolina Mitte holt sich den 1. Mosse-Pokal

Eigentlich hätten sie schon vor zwei Jahren spielen sollen. Aber da machte Corona auch ihnen einen Strich durch die Rechnung. Nun aber war es endlich so weit. Acht Jugendmannschaften waren am Samstag, den 25. Juni, im Jahnsportpark erschienen, um den von der Initiative „Mosse erinnern!“ gestifteten Mosse-Pokal zu gewinnen.

Die Initiative, die sich seit Längerem unter dem Dach von Gesellschaftsspiele e.V. trifft und vor zwei Jahren die Mosse-Tage veranstaltet hat, will an den jüdischen Zeitungsverleger Rudolf Mosse erinnern, der vor dem Ersten Weltkrieg Millionen für Sportplätze und Waisenhäuser gespendet hat. Nach ihm war einst eine Straße am Jahnsportpark benannt, bis die Nazis seinen Namen tilgten. Die Initiatoren des Pokals wollen eine Rückbenennung erreichen, ein Vorhaben, das auch der Bezirk Pankow unterstützt, dessen Bürgermeister Sören Benn ein Grußwort schickte.

Bei gewittrig-schwülem Wetter traten pünktlich um 16 Uhr acht U11-Teams an von BFC Alemannia 1890, BSC Rehberge 1945, SC 1920 Berliner Amateure, SC Rotation Prenzlauer Berg, SV Bau-Union, SV Blau-Weiß Berolina Mitte 1949, SV Norden-Nordwest 1898 und SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08. Bei den Kids wie bei den Mitgereisten herrschte prächtige Stimmung. Dank tatkräftiger Unterstützung durch das Fanprojekt der Sportjugend Berlin verkürzten Sucuk, Halloumi und Paprika vom Grill eine kleine Gewitterpause.

Schließlich sicherte ich das U11-Team von Berolina die schon vorher bestaunte Trophäe. In einem umkämpften und hochklassigen Finale besiegten sie Rotation Prenzlauer Berg. Aus der Hand der Berliner Fußballlegende Gerd Liesegang, dem Schirmherrn dieses Turniers, nahmen die jungen Kicker anschließend den 1. Mosse-Pokal entgegen.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, die wohl – da waren sich alle einig – im kommenden Jahr eine Fortsetzung verdient.

Einladung zum Netzwerktreffen „Nicht unsere WM!“ (28.5. Frankfurt/Main)

Vom 21. November bis 18. Dezember 2022 soll in Katar die 22. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer stattfinden. In einem Land, in dem Homosexualität gesetzlich verboten ist; in einem Land, in dem Frauen systematisch benachteiligt werden; in einem Land, in dem Hunderttausende Arbeitsmigrantinnen – meist Bauarbeiter und weibliche Hausangestellte – unter elenden, teils sklavenähnlichen Bedingungen schuften; in einem Land, in dem es keine politischen Parteien und keine Gewerkschaften gibt; in einem Land, in dem eine Familiendynastie herrscht und Kritik am Herrscherhaus unter Strafe steht.

Das alles hat die Funktionäre des Fußball-Weltverbandes FIFA nicht davon abhalten können, die WM an den Golfstaat zu vergeben. Wir finden das eine fatale Entscheidung. Als sich im Sommer 2020 die Initiative „Boycott Qatar 2022“ gegründet hat, gehörte unser Verein deshalb zu den Erstunterzeichnern. Wir schrieben damals:

„Wir als gemeinnütziger Verein, der im Fußballkontext Bildungsarbeit leistet, werden nicht einfach so tun, als sei die WM 2022 ein Turnier wir jedes andere. Normalerweise begleiten wir als Fußballbegeisterte Welt- und Europameisterschaften mit einem kritischen Kulturprogramm, an das sich ein gemeinsames Fußballschauen am Fernseher oder vor der Leinwand anschließt.  Mit der Weltmeisterschaft in Katar ist nun eine Situation erreicht, die einen komplett anderen Umgang mit diesem Fußballturnier erfordert. Die Kombination aus ausufernder Kommerzialisierung des Fußballs, maximaler Vermarktung des Produkts Fußball-WM und den „Merkwürdigkeiten” ihrer Vergabe bei gleichzeitiger Missachtung der Menschenrechte im Austragungsland hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Die staatliche Diskriminierung von Frauen in Katar, das gesetzliche Verbot der Homosexualität, die miserable, sklavenähnliche Situation der „Gastarbeiterinnen” und nicht zuletzt die fehlende Fußballkultur – all das hat uns dazu bewogen, als Fußballfans unseren Protest gegen dieses WM-Turnier mit Gleichgesinnten zu organisieren. Ein anderer Fußball ist nötig! Ein anderer Fußball ist möglich!“

Im vergangenen Jahr haben wir zwei große Diskussionsveranstaltungen zu diesem Themenkomplex organisiert: Am 17. Juni zusammen mit dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) im Mommsenstadion „Reingegrätscht! Für klima- und fangerechte Fußballveranstaltungen ohne Ausbeutung“ und am 24. November zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Berliner SO36 „Foulspiel mit System“.

Auch in diesem Jahr werden wir in Sachen Katar am Ball bleiben und wollen dazu beitragen, den Protest gegen diese unsägliche Veranstaltung zu intensivieren und zu verbreitern. Zu diesem Zwecke organisieren wir mit anderen Freund*innen des schönen Spiels ein Vernetzungstreffen kritischer Fußballfans am 28. Mai 2022 in Frankfurt am Main, zu dem wir Euch herzlich einladen wollen. Die Einladung mit Angaben zur Anmeldung findet ihr hier.

„Boycott Qatar 2022!“ Der Protest geht weiter.

Online-Veranstaltung: El Clásico als spanischer Erinnerungsort

Vortrag und Diskussion mit Julian Rieck, am 20. März um 19 Uhr als Zoom-Konferenz.

Das Duell zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona gilt als wichtigstes Spiel unter Fußballvereinen weltweit. Wenn am Sonntag, den 20. März 2022 die Clubs aus den beiden größten Städten Spaniens aufeinandertreffen, dann werden wieder über eine halbe Milliarde Menschen zuschauen.

Der Clásico ist nicht nur das Aufeinandertreffen der aktuell umsatzstärksten Fußballclubs der Welt. Er hat auch eine gesellschaftliche Dimension. In Spanen unterstützen Fans zwei Vereine: Ihren lokalen Club und Real oder Barça.

László Kubala und Alfredo di Stefano, die entscheidenden Spieler der 50er Jahre

Im Clásico werden Weltbilder und außersportliche Überzeugungen verhandelt. Die Sympathien und Antipathien für die Kontrahenten des Clásico werden dabei meist aus Geschichten und Mythen abgeleitet, die auf die fast 40 Jahre währende Franco-Diktatur zurückzuführen sind.

Aus katalanischer Perspektive wird Real Madrid die Rolle des „Regimeclubs“ zugeschrieben, während der FC Barcelona als „Oppositionsclub“ gilt. Häufig wird dies auf die Formel: „gut gegen böse“ heruntergebrochen. In seinem Vortrag mit anschließender Diskussion wird Julian Rieck danach fragen, was dran ist, an diesen Mythen und den historischen Ursachen der Rivalität nachgehen. Schließlich wird die Bedeutung von geschichtlichen Ereignissen für die Gegenwart diskutiert.

Julian Rieck ist freier Historiker und forscht zur Geschichte des politischen Fußballs. Er hat in Lateinamerika und in Spanien gelebt, wo ihn die Frage, wie die jeweiligen Länder ticken, immer wieder ins Stadion zog. Neben einiger Fachartikel zur Geschichte des Fußballs in Spanien, Deutschland und Kolumbien, ist von ihm die Fußballfibel Fortuna Düsseldorf in der Bibliothek des Deutschen Fußball erschienen.

Zoom-Veranstaltung: https://us02web.zoom.us/j/82409220788?pwd=Tnd1ODZKNktkbmI2L21aZjIwWjljUT09

Meeting-ID: 824 0922 0788
Kenncode: 943331

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Gesellschaftsspiele e.V. wird mit Julius Hirsch Preis geehrt

Der Berliner Verein Gesellschaftsspiele e.V. wird am 22. November 2021 in Frankfurt am Main für sein gesellschaftliches und erinnerungspolitisches Engagement vom Deutschen Fußball-Bund mit dem Julius Hirsch Preis ausgezeichnet.

Die Jury des Julius Hirsch Preises hat Gesellschaftsspiele e.V. zum zweiten Preisträger des Jahres 2021 gewählt. Seit seiner Gründung im Jahr 2015 tritt der Verein aus Berlin für eine offene, solidarische und inklusive Gesellschaft ein und wendet sich aktiv gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Faschismus, Sexismus und Homophobie. 

Mithilfe der Fußball- und Fankultur versucht Gesellschaftsspiele e.V. soziale und politische Vorgänge verständlich zu machen. In seiner Bildungsarbeit widmet sich der Verein mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen, mit Workshops, Vorträgen und Jugendbegegnungen den unterschiedlichsten Themen: vom Kampf weiblicher Ultras um Teilhabe im Stadion bis hin zu Rassismus im russischen Fußball.

Das erinnerungspolitische Engagement ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Vereins. Die Initiative „Mosse erinnern!“, die sich 2017 auf Anregung des Schriftstellers Holger Siemann unter dem Dach des Vereins organisiert hat, veranstaltete im vergangenen Jahr die Mosse-Tage. Anlass war der 100. Jahrestag der Benennung einer Straße in Prenzlauer Berg nach dem jüdischen Verleger, Mäzen und Stifter Rudolf Mosse. Ihren Namen haben die Nazis 1935 getilgt, die Straße selbst verschwand nach 1945 unter dem Jahn-Sportpark und geriet in Vergessenheit. Entlang der ehemaligen Mosse-Straße präsentierte die Initiative eine Open-Air-Ausstellung mit elf Litfaßsäulen über das Wirken der Familie Mosse in Berlin und die sportpolitische Geschichte des Orts. Im Fanprojekt der Sportjugend Berlin fanden vier begleitende Vortragsveranstaltungen statt. Die Arbeit geht weiter: Im kommenden Jahr wird erstmalig ein Jugendturnier um den von der Initiative gestifteten Mosse-Pokal ausgetragen.

Gesellschaftsspiele e.V. setzt sich für einen Fußball ein, der partizipativ, solidarisch und zukunftsgerichtet ist. Während der Corona-Pandemie sammelte der Verein im Rahmen einer Online-Quiz-Reihe über 1.300 Euro an Spenden für einen guten Zweck – u.a. für die Obdachlosenhilfe Berlin, für Fußballfans gegen Krebs und Bellevue di Monaco. Zudem erarbeitete Gesellschaftsspiele e.V. in der Zeit geschlossener Tribünen und Sportplätze eine Fußballutopie, in der der Verein das Konzept eines alternativen Fußballverbandes entwirft, der nach genossenschaftlichen Prinzipien organisiert ist. In regelmäßigen Runden werden die Ideen gemeinsam mit Expert*innen inner- und außerhalb des Fußballs diskutiert, auf dem Weg zur Satzung der ersten Fußballgenossenschaft hierzulande. 

Über den Julius Hirsch Preis:

Mit dem Julius Hirsch Preis zeichnet der DFB Initiativen und Vereine aus, die einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, der Demokratie, der Menschenrechte und zum Schutz von Minderheiten leisten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus. Julius Hirsch war deutscher Fußballnationalspieler jüdischen Glaubens. Er wurde 1943 von den Nationalsozialisten in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet. 

Livestream: Foulspiel mit System – ein Jahr vor der WM in Katar

+++ UPDATE +++

24.11.2021, 19 Uhr (Livestream)

Aufgrund der aktuellen Infektionslage findet die morgige Veranstaltung ohne Präsenz-Publikum statt. Teilnehmende können sich über den Live-Stream an der Veranstaltung beteiligen und Fragen im Chat stellen.

Die WM in Katar ist so umstritten wie es lange keine große Sportveranstaltung mehr war und hat vor allem aufgrund der lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen immer wieder negative Schlagzeilen gemacht. Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen setzen sich seit Jahren für die migrantischen Arbeiter*innen auf Katars Baustellen und in anderen Sektoren ein. Gleichzeitig stellen sich Fußballfans weltweit die Frage, wie sie ihre Macht als

Zuschauer*innen nutzen können, um Ausbeutung und Kommerzialisierung in der Sportindustrie etwas entgegenzusetzen.

Wir laden euch dazu ein, mehr über die Situation in Katar zu erfahren und mit uns Möglichkeiten der Solidarisierung mit den Arbeiter*innen sowie soziale und ökologische Vergabekritierien für Weltmeisterschaften zu diskutieren.


Wir diskutieren mit:

  • Smritee Lama (Gewerkschafterin aus Nepal)
  • Susanne Franke (Schalker Fan-Initiative/ Netzwerk Boycott Qatar 2022)
  • Dietmar Schäfers (IG BAU)
  • Katja Müller-Fahlbusch (Amnesty International Deutschland)
  • Jonas Burgheim (Zentrum für Menschenrechte und Sport)
  • Sebastian Son (Centre for Applied Research in Partnership with the Orient)

Moderation: Ronny Blaschke

Die Veranstaltung wird ab 19 Uhr im Livestream übertragen: 
https://www.rosalux.de/livestream

Eine Kooperation von Helle Panke e.V., Rosa-Luxemburg-Stiftung,  Sport handelt fair und Gesellschaftsspiele e.V.

Ausschreibung „21 Fans“

Du möchtest Einblicke in europäische Fanszenen bekommen und mit jungen Erwachsenen aus der Türkei, Ukraine, Tschechien und Deutschland über Ausgrenzung und Diskriminierung in Fußball und Fankultur diskutieren?

Du bist Fußballfan, interessierst Dich für das Thema Antidiskriminierung in Fußball und Fankultur oder engagierst Dich sogar in diesem Bereich?

Bewirb Dich jetzt!

Im Rahmen eines 8-tägigen Begegnungsprogramm suchen wir Teilnehmende. Was Du mitbringen solltest:

  • Du musst zwischen 18 und 28 Jahre alt sein.
  • Die Begegnung wird in englischer Sprache veranstaltet, daher sind gute Kenntnisse der Sprache erforderlich.
  • Eine Impfung gegen Covid-19 ist aus organisatorischen Gründen notwendig.

Lässt sich mithilfe des Fußballs Politik, Gesellschaft und Geschichte anderer Länder besser verstehen?

Gemeinsame Workshops, Exkursionen und Stadionbesuche geben Dir die Gelegenheit, andere Fußballkulturen kennenzulernen und sich über Diskriminierungsformen und Ausgrenzungsmechanismen innerhalb der eigenen Fan-Szenen auszutauschen.

Der Zeitraum der Begegnung ist vom 14. – 21.11.2021 in Berlin. Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten werden von uns übernommen. Untergebracht werdet Ihr in Mehrbettzimmern.

Schreib uns, warum Du dabei sein möchtest und bewerbe Dich per Mail: kontakt@gesellschaftsspiele.berlin.

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