Gemeinsam. Bewegen. Am 19. Dezember laden wir progressive und demokratische Akteur*innen aus der Berliner Sport- und NGO-Landschaft ins Haus der Demokratie und Menschenrechte ein. In Zeiten eines spürbaren gesellschaftlichen Rechtsrucks, zunehmender Demokratiefeindlichkeit und wachsender Ausgrenzung – auch und gerade im Sport und im Fußball – wollen wir gemeinsam auf das vergangene Jahr zurückblicken, Erfahrungen austauschen und Kräfte bündeln. Der Sport ist längst kein neutraler Raum mehr: Er ist Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und zugleich ein zentraler Ort, um Haltung zu zeigen, Solidarität zu leben und demokratische Werte zu verteidigen. Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Initiativen zu vernetzen, gemeinsame Strategien zu stärken und den zunehmenden Gegenwind für Vielfalt, Menschenrechte und Teilhabe gemeinsam zu beantworten.
Die Veranstaltung ist Teil einer Veranstaltungsreihe zwischen dem THC Franziskaner FC und Gesellschaftsspiele e.V. Gefördert wird die Veranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport vom Bundeskanzleramt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Der Veranstaltung beschäftigt sich mit Antifeminismus als politisches und gesellschaftliches Strategieinstrument. Dabei werden zentrale Themen, typische Argumentationsmuster sowie aktuelle Trends und Akteurslandschaften beleuchtet. Außerdem wird aufgezeigt, warum und wie antifeministische Positionen gerade online derzeit an Sichtbarkeit und Einfluss gewinnen.Der Vortrag ist Teil einer Veranstaltungsreihe zwischen dem THC Franziskaner FC und Gesellschaftsspiele e.V. mit freundlicher Unterstützung vom Archiv der Jugendkulturen.
Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport vom Bundeskanzleramt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Obdachlose Menschen sind in besonderem Maße von Ausgrenzung, Abwertung und Hass betroffen. Mit dem solidarischen Spaziergang „Wege finden“ machen wir auf diese Form von Menschenfeindlichkeit aufmerksam und setzen ein gemeinsames Zeichen gegen soziale Kälte im öffentlichen Raum.
Der Spaziergang findet am 24. Dezember statt – einem Tag, der für Gemeinschaft und Solidarität steht. Gemeinsam gehen wir durch Berlin-Kreuzberg und verbinden Sensibilisierung mit praktischer Unterstützung. Während des Spaziergangs werden kleine, nützliche Dinge für den Winter verteilt. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen, Haltung zu zeigen und Menschen nicht unsichtbar werden zu lassen.
Datum: 24.12.2025 Uhrzeit: 11 Uhr Ort: wird nach Anmeldung mitgeteilt
Die Veranstaltung ist Teil einer Veranstaltungsreihe zwischen dem THC Franziskaner FC und Gesellschaftsspiele e.V. Gefördert wird die Veranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport vom Bundeskanzleramt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Die Veranstaltung widmet sich den bedeutendsten Derbys Kolumbiens – von Bogotá über Cali bis Medellín. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag, der Vereinsgeschichte und Fankultur mit den gesellschaftlichen Realitäten des Landes in Beziehung setzt. Thematisiert werden kollektive Identitätsbildung, politische Einflussnahmen sowie Mechanismen von Ausgrenzung und Diskriminierung, ebenso wie Gewalt als Ausdruck sozialer Ungleichheiten. Der Fußball wird dabei als Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken und urbaner Spannungsfelder betrachtet.
Die Veranstaltung wird im Rahmen des Bundesprogramms gegen Extremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport vom Bundeskanzleramt aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities ist ein internationales Bildungsprojekt, das junge Menschen aus São Tomé und Príncipe und Deutschland verbindet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Fußball als globales Kulturgut eine Plattform für Klimaschutz, Gerechtigkeit und Empowerment werden kann.
São Tomé und Príncipe ist durch den Klimawandel stark bedroht: Küstenerosion, häufige Überflutungen, Starkregen, Erdrutsche und verschobene Regenzeiten belasten Alltag und Infrastruktur. Bereits heute erlebt das Land regelmäßig Überschwemmungen – einzelne Küstengemeinden sind bis zu zehnmal pro Jahr davon betroffen. Ebenso wird erwartet, dass bis 2050 der Meeresspiegel um etwa 30 cm ansteigt und Starkregenereignisse rund 20 % intensiver werden.
Gerade hier zeigt sich, dass Fußball weit mehr ist als ein Spiel: Er ist Hoffnung, Gemeinschaft und Ausdruck von Selbstermächtigung. Deshalb arbeiten wir partnerschaftlich mit dem Federação Santomense de Futebol, dem nationalen Fußballverband, zusammen. Eine zentrale Rolle spielt dabei Lígia Santos, Nationaltrainerin der Frauenmannschaft von São Tomé und Príncipe – sie bringt ihre sportliche Expertise und Perspektiven aktiv ins Projekt ein.
Über 50 Bewerbungen – allein für das deutsche Team – haben das starke Interesse am Thema gezeigt. Ausgewählt wurden engagierte Persönlichkeiten, die selbst Fußball trainieren, unterrichten, als Sozialarbeiter*innen im Fußballkontext, als Fotografin oder als Klimawissenschaftlerin arbeiten. Sie gestaltenS.A.O.13 mit ihren Perspektiven und Talenten.
Ein besonderer Fokus liegt auf konkreten Klimaschutzmaßnahmen, etwa der Installation von elf Balkonkraftwerken am Fußballverband in São Tomé. Diese erzeugen jährlich über 13.000 Kilowattstunden Strom und sparen rund 11 Tonnen CO₂ ein.
S.A.O. versteht sich als Plattform für Austausch, Dialog und gemeinsames Lernen. Es geht nicht nur um Wissen über den Klimawandel, sondern auch um neue Netzwerke, gegenseitiges Verständnis und die Frage, wie globale Verantwortung praktisch gelebt werden kann.
Oktober 2025: S.A.O.-Delegation in Berlin
In den letzten beiden Oktoberwochen 2025 wird die Delegation aus São Tomé und Príncipe in Berlin zu Gast sein. Gemeinsam mit dem deutschen Teilnehmenden gestalten sie vier öffentliche Veranstaltungen, die Fußball, Klimagerechtigkeit und gesellschaftlichen Dialog verbinden:
Launch x Fotoausstellung x Quiz x Party: S.A.O.-Start-Show! 17.10.2025, 18 Uhr – Haus der Fußballkulturen, Berlin Der Auftakt von S.A.O.: Mit Worten von Lígia Santos, der Eröffnung der Fotoausstellung Futebol, Fúria, Fôlego und einem interaktiven Fußball-Quiz. Und vielleicht gewinnst du eines der Foodie-Pakete aus São Tomé oder ein signiertes Nationalmannschaftstrikot.
Vortrag: Fußball und Fankultur in São Tomé und Príncipe 21.10.2025, 19 Uhr – Haus der Fußballkulturen, Berlin Improvisierte Plätze, Meisterschaften zwischen zwei Inseln – und ein hitziges Derby, das für Groundhopper Pflichtprogramm wäre. Bruno Freitag vom nationalen Fußballverband erzählt vom Alltag des Fußballs im Golf von Guinea und seinen Fans.
Podiumsdiskussion: Fair Play in Zeiten der Klimakrise oder was kann Fußball? 28.10.2025, 19 Uhr – taz-Kantine, Berlin Die Klimakrise trifft den Fußball: von überschwemmten Plätzen im Süden bis zu wachsendem Druck im Norden, Verantwortung zu übernehmen. Expert:innen aus Journalismus, Aktivismus und Nachhaltigkeit diskutieren über Möglichkeiten, Grenzen und Visionen – und welcher Akteur im Profisport die „Gurke des Tages“ ist.
Screening & Gespräch: Copa ’71 29.10.2025, 18 Uhr – Kino Delphi Lux, Berlin Ein preisgekrönter Film über die erste inoffizielle Frauen-WM. Danach Gespräch mit Lígia Santos und Yasmin Ranjbare. Und das Ganze im Delphi Lux – einem der schönsten Kinos der Stadt. Achtung: In Kürze ausverkauft → Tickets sichern
Umfassende Informationen zum Projekt sind auf www.sao13.de
S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities ist ein Bildungsprojekt im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung zwischen dem Fußballverband von São Tomé und Príncipe sowie Gesellschaftsspiele e.V. Unterstützung durch Fanprojekt der Sportjugend Berlin, Stabsstelle für Nachhaltige Entwicklung Charlottenburg-Wilmersdorf, Tageszeitung „taz“ und Magazin für Fußballkultur – „11 Freunde“. Gesellschaftsspiele e.V. ist Mitglied der Future League Berlin. Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
Am 17. Oktober 2025 findet im Haus der Fußballkulturen in Berlin der offizielle Start von S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities statt. Das Projekt verbindet Fußball und Klimagerechtigkeit und bringt junge Erwachsene aus São Tomé und Príncipe sowie Deutschland zusammen, um voneinander zu lernen, Perspektiven auszutauschen und Ideen für eine gerechtere Zukunft zu entwickeln. Fußball wird dabei zum Spielfeld für Dialog, Kreativität und konkrete Klimaschutzmaßnahmen.
Der Abend bietet inspirierende Worte von Lígia Santos, Trainerin des Frauen-Nationalteams von São Tomé und Príncipe, die Eröffnung der Fotoausstellung Futebol, Fúria, Fôlego – Fußball, Wut, Atem, Stimmen aus dem Projekt, ein interaktives Fußball-Quiz mit Preisen wie signierten Nationaltrikots, Eintrittskarten, Food-Paketen aus São Tomé und Príncipe, Merchandise sowie eine gemeinsame Party zum Ausklang.
S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities ist ein Bildungsprojekt im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung zwischen dem Fußballverband von São Tomé und Príncipe sowie Gesellschaftsspiele e.V. Unterstützung durch Fanprojekt der Sportjugend Berlin, Stabsstelle für Nachhaltige Entwicklung Charlottenburg-Wilmersdorf, Tageszeitung „taz“ und Magazin für Fußballkultur – „11 Freunde“. Gesellschaftsspiele e.V. ist Mitglied der Future League Berlin. Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
Die Klimakrise stellt den Sport vor grundlegende Fragen: Während Trainingsplätze gerade im Globalen Süden von Überschwemmungen bedroht sind, Ressourcen knapper werden und Sportler:innen wie Fans zunehmend durch Hitze und Extremwetterereignisse gefährdet sind, stehen im Globalen Norden Vereine, Fans und Unternehmen unter Druck, ihre Verantwortung wahrzunehmen. Dabei will der Sport ja vor allem immer weiter wachsen: mehr Turniere, mehr Flugreisen, mehr Merch. Können Fußballvereine so überhaupt nachhaltig wirtschaften? Wie wird darüber im Globalen Süden gesprochen? Und welche gemeinsamen Lösungen braucht es?
Darüber diskutieren Anton Klischewski, Sandra Broschaft und Annika Rittmann (angefragt). Die Eingangsworte kommen von Teilnehmenden aus São Tomé und Príncipe. Der Inselstaat im Golf von Guinea ist besonders vom Klimawandel betroffen. Die Frauen-Nationaltrainerin des Fußballverbands, Lígia Santos, berichtet eindrücklich über eine sich verändernde Lebensrealität vor Ort. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Rüttenauer (Leitender Sportredakteur bei der taz).
Anton Klischewski Vorstandsmitglied beim FC Internationale Berlin 1980 e.V., dem ersten nachhaltig zertifizierten Amateurverein Deutschlands. Dort verantwortet er die Themen Nachhaltigkeit und Inklusion. Zudem koordiniert er die Kampagne #sporthandeltfair, die Sport, Fairen Handel und Nachhaltigkeit zusammenführt. Gemeinsam mit seinem Verein hat er auch das erste kreislauffähige Trikot im Amateurfußball eingeführt – ein Projekt, das die Verbindung von Fußball und ökologischer Innovation sichtbar macht.
Sandra Broschat
Leiterin Nachhaltigkeit beim SV Werder Bremen und dort verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Programm SPIELRAUM – der sozialen Kindersportidee von Werder Bremen – sowie auf ökologischen Themen wie Dekarbonisierung, Klimaanpassung und Nachhaltigkeitsberichterstattung, um den Verein zukunftsfähig aufzustellen. Als Mitgründerin und heutige Beirätin des Netzwerks Futurewoman setzt sie sich für die Sichtbarkeit von Frauen im Nachhaltigkeitsbereich ein, ist Autorin und regelmäßig als Speakerin auf Panels und in Workshops präsent.
Annika Rittmann (angefragt)
Klimaaktivistin und Pressesprecherin von Fridays for Future. Gleichzeitig ist sie seit Jahren als Spielerin und Schiedsrichterin im Amateurfußball aktiv. Sie verbindet damit zwei Welten: den Einsatz für konsequenten Klimaschutz und die Leidenschaft für den Fußball. In Panels und öffentlichen Debatten macht sie deutlich, wie stark Vereine und Ligen gefordert sind, Verantwortung zu übernehmen und Nachhaltigkeit im Sport verbindlich zu verankern.
Die Veranstaltung ist Teil der vierteiligen S.A.O.-Reihe. S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities wird gemeinsam vom Fußballverband von São Tomé und Príncipe und Gesellschaftsspiele e.V. umgesetzt – mit Unterstützung durch Fanprojekt der Sportjugend Berlin, Stabsstelle für Nachhaltige Entwicklung Charlottenburg-Wilmersdorf, Tageszeitung taz und dem Magazin für Fußballkultur 11 Freunde. Das Projekt wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
Im Rahmen der Reihe Film & Talk #2030 zeigen wir COPA 71, eine Doku über die erste inoffizielle Frauenfußball WM der Geschichte. Im anschließenden Filmgespräch mit der Frauenfußballnationaltrainerin Lígia Santos, São Tomé und Príncipe, und Yasmin Ranjbare, FSV Hansa 07, sprechen wir über Empowerment durch Fußball, insbesondere Frauenfußball, sowie Aspekte von Gleichberechtigung und Inklusivität. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stabsstelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit dem delphi LUX statt.
Inhalt
August 1971: Mexico City ist Austragungsort der Copa ’71, die erste inoffizielle Frauenfußball-WM. Von der FIFA und den nationalen Fußballverbänden abgelehnt, wurde dieses historische Ereignis aus den Annalen des Fußballs verdrängt. Die Doku erinnert an das Turnier, das über zehn Jahre vor der ersten offiziellen Frauenfußball-Weltmeisterschaft stattfand. Die Spielerinnen, Pionierinnen ihrer Sportart, werden endlich ins Rampenlicht gerückt.
S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities ist ein Bildungsprojekt im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung zwischen dem Fußballverband von São Tomé und Príncipe sowie Gesellschaftsspiele e.V. Unterstützung durch Fanprojekt der Sportjugend Berlin, Stabsstelle für Nachhaltige Entwicklung Charlottenburg-Wilmersdorf, Tageszeitung „taz“ und Magazin für Fußballkultur – „11 Freunde“. Gesellschaftsspiele e.V. ist Mitglied der Future League Berlin. Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
Fußball ist der Herzschlag von São Tomé und Príncipe – gespielt auf der Straße, in Dörfern und auf teils improvisierten Sportplätzen. Doch wie sieht die Fußballrealität im Golf von Guinea aus? Wer sind die bekanntesten Spieler des Landes, wie groß ist das Interesse an Vereinen in Portugal, dem früheren Kolonialstaat, und was passiert, wenn die Meisterschaft zwischen zwei Inseln entschieden wird? Warum 2024 ein Erstligaspiel 30 Minuten zu spät begann – und was das mit Gesellschaftsspiele e.V. zu tun hat – auch dies könnte an diesem Abend verraten werden.
Antworten gibt Bruno Freitas, der seit vielen Jahren eng mit dem nationalen Fußballverband von São Tomé und Príncipe zusammenarbeitet. Dort ist er nicht nur als Assistenztrainer der Frauen-Nationalmannschaft tätig, sondern engagiert sich zugleich als Präsident von Santana Futebol Clube – einem der leidenschaftlichsten und gemeinschaftlichsten Vereine des Landes. In diesen Rollen verbindet er seine Arbeit unmittelbar mit den Strukturen, Herausforderungen und Leidenschaften des Insel-Fußballs – von den Rahmenbedingungen für Spieler und Trainer über die Entwicklung des Sports im Land bis hin zu den Zielen des Verbandes.Auch die Fans stehen im Fokus: Welche Klubs sind am beliebtesten? Wie viele Menschen besuchen die Spiele der ersten Liga? Gibt es organisierte Fangruppen, Auswärtsfans und typische Rituale in der lokalen Fankultur?
Der Vortrag lädt ein, Fußballkultur auf den Inseln im Atlantik kennenzulernen – authentisch, nahbar und mit Blick auf Chancen und Herausforderungen für die Zukunft des Sports in São Tomé und Príncipe.
Die Veranstaltung ist Teil der vierteiligen S.A.O.-Reihe. S.A.O. – SDG 13, Awareness, Opportunities wird gemeinsam vom Fußballverband von São Tomé und Príncipe und Gesellschaftsspiele e.V. umgesetzt – mit Unterstützung durch das Fanprojekt der Sportjugend Berlin, die Stabsstelle für Nachhaltige Entwicklung Charlottenburg-Wilmersdorf, der Tageszeitung taz und dem Magazin für Fußballkultur 11 Freunde. Das Projekt wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des BMZ.
4. Mädchenfußball-Turnier um den Mosse-Pokal am 12. Juli 2025 im kleinen Stadion des Jahn-Sportparks Berlin
Zu den zahlreichen Wettbewerben im Frauenfußball im Juli (u. a.die Europameister-schaft in der Schweiz, die Ozeanischen, Süd- und Ostasiatischen Meisterschaften und die Copa América Femenina) gesellt sich in Berlin ein weiterer: die Tage des Mädchenfußballs mit zwei Turnieren am 11. und 12. Juli im Jahn-Sportpark.
Am Freitag treffen sich ab 11 Uhr die Grundschulteams aus dem Bezirk, um in einer „kleinen Europameisterschaft“, bei dem jedes unter der Flagge eines Nationalteams der EM antritt, die Siegerinnen zu ermitteln. Am nächsten Tag, dem 12. Juli, startet um 11 Uhr dann das inzwischen 4. Turnier der Mädchenfußball-Vereine um den Mosse-Pokal.
Die Turniere werden begleitet von Mitmach-Aktionen, dem DFB-Mobil und Bildungsangeboten, einem Actionbound-Parcours und einer Ausstellung. Außerdem gibt es Eis, Grillgut und Getränke für die Teilnehmenden und die Gäste.
Besonderheit in diesem Jahr: Vor dem Vereinsturnier am Samstag wird das Stück der Eberswalder Straße vor der Zufahrt zum Sportpark in Anwesenheit der Bürgermeisterin von Pankow Dr. Koch, der Stadträtin Anders-Granitzki und der Initiatoren von der Bürgerinitiative „Mosse erinnern!“ in „Emilie-Mosse-Straße“ umbenannt.
Die Rudolf-Mosse-Straße, benannt nach dem jüdischen Zeitungsverleger, Stifter und Mäzen, führte einst mitten durch das Areal des Exerzierplatzes, den heutigen Jahn-Sportpark. Die Nazis tilgten 1935 alle jüdischen Namen aus dem Stadtbild, benannten die Straße in „Verlängerte Sonnenburger“ um, „arisierten“ den Mosse-Verlag, trieben Familienmitglieder ins Exil und ermordeten andere. Nach dem Krieg verschwand die Straße unter Asphalt und Sportanlagen und einige Jahrzehnte später war die Erinnerung an die einstigen Mitbegründer des Sportparks verblasst.
Seit 2018 treffen sich Anwohner*innen, Fußballfans, Sportler*innen und Lokalhistoriker*innen in der Bürgerinitiative „Mosse erinnern!“ unter dem Dach von Gesellschaftsspiele e.V., um den Namen Mosse vor dem Vergessenwerden zu bewahren.
2020 präsentierte die Initiative eine Freiluft-Ausstellung auf elf Litfaßsäulen entlang der einstigen Mossestraße, begleitet von einer Vortragsreihe und Straßenführungen.
Seit 2022 organisieren der SV Empor und die Bürgerinitiative in Kooperation mit dem Berliner Fußballverband, den Arbeitsgemeinschaften Mädchenfußball der umliegenden Schulen und zahlreichen weiteren Unterstützern die Mädchenfußball-Turniere um den von uns gestifteten Mosse-Pokal. Wir pflegen damit eine Form der Erinnerung, die nicht in einem Bronzekopf herumsteht, sondern von Anwohner*innen, historisch Interessierten und Fußballbegeisterten am Leben erhalten werden muss und kann.
Eine von der BI schon 2019 angestoßene Rückbenennung in „Rudolf-Mosse-Straße“ war nicht möglich, weil in den 1970er-Jahren die ehemalige Mossestraße in Charlottenburg (auch sie zwischenzeitlich von den Nationalsozialisten getilgt) nach Rudolf Mosse benannt worden war. Dabei ging die Erinnerung an Emilie Mosse verloren, denn ursprünglich meinte der Name „Mossestraße“ das Ehepaar, das gemeinsam das nahe Waisenhaus gestiftet hatte. 2024 korrigierte eine Forschungsarbeit von Elisabeth Wagner („Die Mosse-Frauen“, erschienen bei Wallstein) den Eindruck, dass nur die Männer der Mosse-Familie gesellschaftlich gewirkt hatten.
Es lag also nahe, den Namen von Emilie für die Neubenennung des kleinen, noch als Straße ausgewiesenen Teilstücks zu wählen. Nach jahrelangen Abstimmungen ist es nun endlich so weit: Am 12. Juli 2025 um 9 Uhr wird das neue Straßenschild mit dem Namen „Emilie-Mosse-Straße“ enthüllt.