Schlagwort: boycott qatar 2022

Sportswashing – Warum Autokraten hinter dem Fußball her sind

24. August, 19 Uhr – Yaam am Ostbahnhof

In weniger als 100 Tagen startet die hochumstrittene Fußball-WM in Katar. Es ist bereits das zweite Sportgroßereignis, das nach den Olympischen Winterspielen in diesem Jahr in einem Land mit einer miserablen Menschenrechtslage ausgetragen wird.

Bei sommerlichen Temperaturen laden wir daher gemeinsam mit der Candid Foundation und dem Nahost-Magazin zenith ein, der Frage nachzugehen, warum gerade autokratische Staaten so viel Geld und Mühen in den Spitzensport stecken. Inwiefern geht ihre Strategie auf, wie wurde sie geplant und umgesetzt und wie unterscheidet sich Katars Ansatz von anderen Staaten mit ähnlichen Ambitionen wie Saudi-Arabien und Aserbaidschan?

Darüber diskutieren:

  • Viola von Cramon (Mitglied des Europaparlaments)
  • Philipp Köster (Chefredakteur 11 Freunde)
  • Sebastian Sons (Golf-Experte / CARPO)

Moderation: Jessy Wellmer (rbb / Sportschau)  

Wann? Am 24. August ab 19 Uhr
Wo? Im Yaam am Ostbahnhof (An der Schillingbrücke 3)

Die Podiumsdiskussion ist die Auftaktveranstaltung zur zehnteiligen Veranstaltungsreihe »Katar Talks – Richtig reden über die WM«, die von der Bundeszentrale für politische Bildung und der DFB-Kulturstiftung gefördert wird.

Der Eintritt ist kostenlos. Wer möchte kann am Eingang eine Spende für das Yaam hinterlassen.  

+++ Alle Infos zur Veranstaltung auch auf Facebook +++

Einladung zum Netzwerktreffen „Nicht unsere WM!“ (28.5. Frankfurt/Main)

Vom 21. November bis 18. Dezember 2022 soll in Katar die 22. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer stattfinden. In einem Land, in dem Homosexualität gesetzlich verboten ist; in einem Land, in dem Frauen systematisch benachteiligt werden; in einem Land, in dem Hunderttausende Arbeitsmigrantinnen – meist Bauarbeiter und weibliche Hausangestellte – unter elenden, teils sklavenähnlichen Bedingungen schuften; in einem Land, in dem es keine politischen Parteien und keine Gewerkschaften gibt; in einem Land, in dem eine Familiendynastie herrscht und Kritik am Herrscherhaus unter Strafe steht.

Das alles hat die Funktionäre des Fußball-Weltverbandes FIFA nicht davon abhalten können, die WM an den Golfstaat zu vergeben. Wir finden das eine fatale Entscheidung. Als sich im Sommer 2020 die Initiative „Boycott Qatar 2022“ gegründet hat, gehörte unser Verein deshalb zu den Erstunterzeichnern. Wir schrieben damals:

„Wir als gemeinnütziger Verein, der im Fußballkontext Bildungsarbeit leistet, werden nicht einfach so tun, als sei die WM 2022 ein Turnier wir jedes andere. Normalerweise begleiten wir als Fußballbegeisterte Welt- und Europameisterschaften mit einem kritischen Kulturprogramm, an das sich ein gemeinsames Fußballschauen am Fernseher oder vor der Leinwand anschließt.  Mit der Weltmeisterschaft in Katar ist nun eine Situation erreicht, die einen komplett anderen Umgang mit diesem Fußballturnier erfordert. Die Kombination aus ausufernder Kommerzialisierung des Fußballs, maximaler Vermarktung des Produkts Fußball-WM und den „Merkwürdigkeiten” ihrer Vergabe bei gleichzeitiger Missachtung der Menschenrechte im Austragungsland hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Die staatliche Diskriminierung von Frauen in Katar, das gesetzliche Verbot der Homosexualität, die miserable, sklavenähnliche Situation der „Gastarbeiterinnen” und nicht zuletzt die fehlende Fußballkultur – all das hat uns dazu bewogen, als Fußballfans unseren Protest gegen dieses WM-Turnier mit Gleichgesinnten zu organisieren. Ein anderer Fußball ist nötig! Ein anderer Fußball ist möglich!“

Im vergangenen Jahr haben wir zwei große Diskussionsveranstaltungen zu diesem Themenkomplex organisiert: Am 17. Juni zusammen mit dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER) im Mommsenstadion „Reingegrätscht! Für klima- und fangerechte Fußballveranstaltungen ohne Ausbeutung“ und am 24. November zusammen mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Berliner SO36 „Foulspiel mit System“.

Auch in diesem Jahr werden wir in Sachen Katar am Ball bleiben und wollen dazu beitragen, den Protest gegen diese unsägliche Veranstaltung zu intensivieren und zu verbreitern. Zu diesem Zwecke organisieren wir mit anderen Freund*innen des schönen Spiels ein Vernetzungstreffen kritischer Fußballfans am 28. Mai 2022 in Frankfurt am Main, zu dem wir Euch herzlich einladen wollen. Die Einladung mit Angaben zur Anmeldung findet ihr hier.

„Boycott Qatar 2022!“ Der Protest geht weiter.

Veranstaltung: „Reingegrätscht! Für klima- und fangerechte Fußballgroßveranstaltungen ohne Ausbeutung“

17. Juni, 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr) im Mommsenstadion & im Livestream

ANMELDUNG

Gemeinsam mit dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag e.V. und der Kampagne „Sport handelt fair“ laden wir ein zu „Reingegrätscht! Für klima- und fangerechte Fußballgroßveranstaltungen ohne Ausbeutung“.

Wir freuen uns auf:

  • Sandra Schwedler (Aufsichtsratsvorsitzende FC St. Pauli)
  • Benjamin Best (investigativer Sportjournalist)
  • Helen Breit (Vorsitzende Unsere Kurve)
  • Dietrich Schulze-Marmeling (Initiator „Boycott Qatar 2022“)

Moderation: Michael Jopp (Sport handelt fair)

In Kooperation mit Tennis Borussia Berlin und den Aktiven Fans von TeBe (TBAF).

Darum geht es:

Seit der WM-Vergabe nach Katar sind nach einem Bericht des Guardian dort mehr als 6.500 arbeitende Menschen aus Indien, Bangladesch, Nepal und Sri Lanka ums Leben gekommen. Nicht nur die anstehende Fußball-WM in Katar, sondern auch die zurückliegenden Fußball-Großevents in Russland, Brasilien und Südafrika haben aus menschenrechtlicher Perspektive große Defizite aufgewiesen.

Wir wollen die Diskussion über die konkrete Situation in Katar und die Arbeitsbedingungen von Migrant*innen aufgreifen, um darüber zu sprechen, wie die Vergabe und Durchführung von sportlichen Megaevents so verändert werden kann, dass Nachhaltigkeit, Menschenrechte und global-gerechte Kriterien berücksichtigt werden.

Welche Möglichkeiten stehen entwicklungspolitischen, sportpolitischen und anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen zur Verfügung? Wie sehen Strategien der Umsetzung aus? Das wollen wir am Donnerstag, den 17. Juni um 19 Uhr im Mommsenstadion (Waldschulallee 34-42, 14055 Berlin) diskutieren.

Wichtig! Die Zahl der Veranstaltungsgäste ist aufgrund der Covid-19-Hygienevorschriften begrenzt – daher ist eine Anmeldung unter diesem Link erforderlich.

Die Teilnehmenden müssen ein tagesaktuelles negatives Testergebnis oder einen Nachweis über die vollständige Impfung gegen bzw. die Genesung von Covid-19 vorweisen. 

Die Veranstaltung wird live auf YouTube und Facebook übertragen.

FACEBOOK-Veranstaltung

For the good of the game: Boycott Qatar!

Gesellschaftsspiele e.V. unterstützt die Initiative #BoycottQatar.

Wir als gemeinnütziger Verein, der im Fußballkontext Bildungsarbeit leistet, werden nicht einfach so tun, als sei die WM 2022 ein Turnier wir jedes andere. Normalerweise begleiten wir als Fußballbegeisterte Welt- und Europameisterschaften mit einem kritischen Kulturprogramm, an das sich ein gemeinsames Fußballschauen am Fernseher oder vor der Leinwand anschließt. 

Mit der Weltmeisterschaft in Katar ist nun eine Situation erreicht, die einen komplett anderen Umgang mit diesem Fußballturnier erfordert. Die Kombination aus ausufernder Kommerzialisierung des Fußballs, maximaler Vermarktung des Produkts Fußball-WM und den „Merkwürdigkeiten” ihrer Vergabe bei gleichzeitiger Missachtung der Menschenrechte im Austragungsland hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht.

Die staatliche Diskriminierung von Frauen in Katar, das gesetzliche Verbot der Homosexualität, die miserable, sklavenähnliche Situation der „Gastarbeiter*innen” und nicht zuletzt die fehlende Fußballkultur – all das hat uns dazu bewogen, als Fußballfans unseren Protest gegen dieses WM-Turnier mit Gleichgesinnten zu organisieren. Ein anderer Fußball ist nötig! Ein anderer Fußball ist möglich!

Alle Informationen zur Initiative #BoycottQatar findest Du auf www.boycott-qatar.de und auf Facebook.