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Gesellschaftsspiele @11mm-Fußballfilmfestival (21., 22. und 25. März)

Vom 21. Bis zum 25. März findet wieder das 11mm Fußballfilmfestival in Berlin statt. Wir begleiten diese renommierte Veranstaltung auf unterschiedliche Art und Weise. Das Programm bedient in diesem Jahr den Schwerpunkt „Frauen im Fußball“ und lohnt sich wie immer.

Inhaltlicher Beitrag beim Abend der Fußballkulturhauptstadt (Kino Babylon, 22. März, 19 Uhr)

Was machen wir, warum und wie. Am Freitagabend werden wir über unsere Arbeit reden und warum ein Sommerfest, drei Teambuildingmaßnahmen ersetzen kann. Dies alles so komprimiert wie möglich, schließlich sitzen noch viele weitere Akteure der Fußballfankultur im Saal, die ebenfalls Einblicke in ihre Arbeit gewähren werden.

„Berlins Fußballkultur ist einmalig! Das muss gefeiert werden. Aus Anlass von zehn Jahren 11mm und DFB-Kulturstiftung gibt es 90 Minuten Talk, Film, Theater, Musik aus der Fußballkulturhauptstadt. Mit dabei unter anderem Jan Böttcher mit Gitarre, Theatersport mit Christoph Jungmann, Die Gorillas, ballverliebte Texte von Jochen Schmidt sowie Ehrengast Reinhard Grindel. Moderation: Leska Ruppert und Philipp Reinartz.“

Filmvorführung „Ultras van Egypte“ mit anschließender Fragerunde. Der Experte für Ultras in Ägypten, Philip Malzahn, steht Rede und Antwort ((Kino Babylon, 22. März, 21 Uhr)

EG/NL 2018, R: Frederick Mansell, Laurens Samsom, 55 min, OmeU, Deutsche Erstaufführung (Vorfilm: Ultras Dynamo in der Semperoper D 2018, R: Steffen Kuttner, 13 min, OV)

Als „Wunder mit schrecklichem Ausgang“ beschreibt der Gründer der Ultras Ahlawy die ägyptische Revolution von 2011. Tausende von
Fußballfans landeten im Gefängnis. Über 150 von ihnen wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei oder während des Massakers von
Port Said getötet. Mit rarem Originalmaterial analysiert der Film schonungslos die Rolle der ultra-fanatischen Fußballanhänger während
des Arabischen Frühlings und den fatalen Folgen: Sie gelten heute als terroristische Organisation.

Informations- und Büchertisch zusammen mit der Initiative Berliner Sport – Rund um Fair! an drei verschiedenen Tagen. (21., 22. und 25. März)

Neben hauseigener Propaganda wie Aufkleber und Flyer, werden wir auch wieder ausgewählte Bücher zu Fußball und Fankultur aus dem Werkstattverlag vertrieben werden. Wir teilen uns den Ausstellungstisch mit den FreundInnen von Berliner Sport – Rund um Fair! Überhaupt sind diese drei Tage doch eine gute Möglichkeit, mit unseren FreundInnen bzw. uns über das Thema Fairer Handel im Berliner Fußball (und weiteren Themen) ins Gespräch zu kommen.


Foto Juergen Engler

 

 

Ukrainisch-deutscher Fan-Austausch „Seitenwechsel“

Hinter uns liegt eine intensive Woche. Gemeinsam mit der Kiewer NGO Football Democracy haben wir den zweiten Teil unseres ukrainisch-deutschen Fan-Austauschs „Seitenwechsel – Engagement und Erinnerungskultur im Fußball“ in Berlin und Jena durchgeführt. Wer mehr erfahren möchte, der/dem legen wir unseren Blog ans Herz – hier berichten die Teilnehmenden vom Fan-Austausch: http://gesellschaftsspiele.berlin/blog-seitenwechsel/

An dieser Stelle ein großes Dankeschön, an alle die uns unterstützt haben – und natürlich auch an die Teilnehmenden für ihre Neugier, Offenheit und Herzlichkeit! ❤️

Der Austausch wurde vom Programm Meet up! Ukrainisch-deutsche Jugendbegegnungen der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ (EVZ) gefördert. Die Idee zum Projekt wurde in der Weiterbildung Ukraine Calling entwickelt.

#meetup_evz #ukrainecalling

Bunter Abend mit Quiz: Fußball und Fankultur in der Ukraine

Der ukrainische Fußball, seine Geschichte und Fankultur sind für die meisten hierzulande ein großes unbekanntes Etwas. Das wollen wir ändern!

Bei einem bunten, fußballkulturellen Abend bieten am 28. Januar ab 19:30 Uhr Fans unterschiedlicher ukrainischer Vereine im Fanprojekt Berlin (Cantianstr. 25, 10437 Berlin / U2 Eberswalder) einen Einblick in das, was in den ukrainischen Stadien gerade so vor sich geht. Kurzweiliger Höhepunkt des Abends ist ein ukrainisch-deutsches Fußball- und Fankultur-Quiz.

Die Abendveranstaltung findet im Rahmen von „Seitenwechsel – Engagement und Erinnerungskultur im Fußball“ statt – eines ukrainisch-deutschen Austauschs junger, aktiver Fußballfans, der von Gesellschaftsspiele e.V. und der Kiewer NGO Football Democracy organisiert wird. Vom 26.1. bis 3.2. sind 22 Fans aus verschiedenen Städten Deutschlands und der Ukraine in Berlin und Jena, um sich mit Fußball, Fankultur, Politik, Geschichte und gesellschaftlichen Entwicklungen zu beschäftigen.

Ihr habt die Gelegenheit, bei einem Kaltgetränk mit den Teilnehmenden des Projekts ins Gespräch zu kommen und zu fragen, was Ihr schon immer über die Ukraine und den Fußball dort wissen wolltet.

Mehr über „Seitenwechsel – Engagement und Erinnerungskultur im Fußball“ erfahrt Ihr auch auf unserem ukrainisch-deutschen Blog.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „meet up! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen“ der Stiftung EVZ gefördert. Die Idee zum Projekt wurde im Rahmen der Weiterbildung Ukraine Calling. Ukraine-Kompetenz im Dialog entwickelt. Wir danken dem Fanprojekt Berlin für die Unterstützung des Projekts und das zur Verfügung Stellen der Räumlichkeiten.

Facebook-Veranstaltung

#meetup_evz

#ukrainecalling

Yeşil Kırmızı – Film und Gespräch

Im Vorfeld der Amedspor Soli-Tour zeigen wir am 16. Januar um 19:30 Uhr im Haus der Fußballkulturen (Cantianstr. 25, 10437 Berlin) den Dokumentarfilm Yeşil Kırmızı (deutsch: grün-rot). Der Film gibt  Einblicke in den Alltag des kurdischen Vereins Amedspor. Im Anschluss an den Film berichtet Freddy Pitschak als Teil des Amedspor-Soli-Bündnisses von der aktuellen sportlichen und politischen Lage in Diyarbakır. Außerdem wird es einen Stand mit Soli-Merch (T-Shirts, Schals, Beutel, Fanzines) geben, mit dem die Frauenabteilung von Amedspor unterstützt wird.

Amedspor bleibt! Warum der kurdische Verein dringend unsere Unterstützung braucht.

Der Fußballverein Amedspor aus der Stadt Diyarbakır (kurdisch: Amed) kämpft seit der Verhaftung der gesamten Belegschaft der linken Regionalregierung ums Überleben. Seit die Stadt 2016 unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt wurde, sind alle Gelder für den Verein gestrichen worden, Sponsoren werden von staatlicher Seite bedroht ihre Unterstützung für den Club einzustellen.

Amedspor ist mit seinem Namen und den kurdischen Farben identitätsstiftend für Kurdinnen und Kurden in der gesamten Region und wird daher von der türkischen Regierung bekämpft. Ebenso leistete Amedspor mit der Gründung von Frauenabteilungen in Fußball und Volleyball wichtige Pionierarbeit für kurdische Frauen und Mädchen in einer Region, wo Zwangsheirat und häusliche Gewalt an der Tagesordnung sind.

Facebook-Veranstaltung

Weihnachtsbasar im Delphi LUX

Am Freitag, den 7. Dezember sind wir ab 17:00 Uhr auf dem Weihnachtsbasar der Filmreihe #2030 im Delphi LUX (S+U Zoologischer Garten) vertreten. Mit uns am Stand sind UNICEF,  der Weltladen A. Janela und das Eine-Welt-Promotor*innen-Programm. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Ab 18:00 Uhr wird der Film WE COME AS FRIENDS von Hubert Sauper (OmU, FRA/AT | 2014 | 110 min) gezeigt,  eine neuzeitliche Odyssee, eine atemberaubende Reise in das Herz Afrikas: In jenem Moment als der Sudan, das größte Land des Kontinents, in zwei Nationen geteilt wird, verfällt das Land erneut in alte Muster der „Zivilisierung“ – Kolonialismus, Kampf der Herrscher, und neue blutige Kriege im Namen des Glaubens und im Namen der Territorien und Ressourcen. Hubert Sauper, der Regisseur von „Darwin‘s Nightmare“ nimmt uns mit in seinem kleinen, selbst entworfenen und gebauten Flugzeug aus Blech und Leinwand an die unwahrscheinlichsten Orte und tief in die Gedanken und Träume der Menschen.

Die Filmreihe #2030 zeigt an jedem ersten Freitag im Monat Filme, an denen sich die Nachhaltigkeitsziele der UN diskutieren lassen. Anschließend wird Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger jeweils mit Schauspielern, Filmemachern oder Zeitzeugen über die Filme und was für uns daraus folgt diskutieren. Die Veranstaltungsreihe wird von der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit dem delphi LUX und der Berliner Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt. Gefördert durch Engagement Global gGmbH im Rahmen der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Mehr Infos zur Filmreihe #2030 findet Ihr hier auf Facebook: www.facebook.com/filmreihe2030/

Solidaritätsveranstaltung für das Kollektiv Syndikat

Das Kollektiv der Kiezkneipe Syndikat, aus der Weisestraße 56, hat nach fast 33 Jahren Existenz die Kündigung erhalten. Zum 31.12.2018 soll ein alteingesessener, tief in der Nachbarschaft verwurzelter und emanzipatorischer Treffpunkt seine Pforten schließen.

Immer mehr Menschen und linke Projekte werden aus ihren Lebens- und Sozialräumen verdrängt. Der Rest kann sehen, wo er bleibt: An den Stadtrand gedrängt oder obdachlos. Es sind schon zu viele gegangen, still und leise. Diesmal nicht!

Wir laden recht herzlich ein zur Soli-Veranstaltung „Eigentor“, am 11. Dezember 2018 um 19:00 Uhr in der Schankwirtschaft Baiz (Schönhauser Allee 26a, 10435 Berlin)

Podiumsteilnehmer sind Kollektivist*innen der BAIZ, des SYNDIKATS und Gäste.

Hier findet Ihr die Veranstaltung auf Facebook.

 

Zum Hintergrund:

Der neue Eigentümer der Weisestr. 56 ist auf dem Papier eine “Firman Properties s.a.r.l.” mit Sitz in Luxemburg, also eine “klassische” Briefkastenfirma. Durch Recherchen konnten der reale Eigentümer hinter diesem Konstrukt ermittelt werden: die Pears Global Group bzw. deren deutscher Ableger, die Pears Global Real Estate Germany mit Sitz am Kurfürstendamm.

Weitere Infos findet Ihr hier auf der Seite des Syndikats: https://syndikatbleibt.noblogs.org

„No Justice? No Peace!“ – Bericht vom LICHT AM BERG Festival

Am Freitag, den 26.10.2018 beteiligte sich unser Verein am erstmalig veranstalteten Licht Am Berg-Festival. Für uns stellte es eine große Ehre dar, den Auftakt dieses einzigartigen Festivals gestalten zu dürfen. Mit der Podiumsdiskussion “No Justice? No Peace!” setzten wir am letzten Freitag im Oktober  in der Kulturbotschaft Lichtenberg, auf dem Industriegelände um die Lichtenberger Herzbergstraße in Berlin, den Startschuss für das dreitägige Festival. Hier sollten politische Arbeit sowie kritische Workshops mit Kultur, Wissenszuwachs und Party kombiniert werden.

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Dave Brauneck berichtete von seinen Erfahrungen in den USA

Das Auftakt-Panel konnte dann den Blick auf die mannigfaltigen Repressionen richten, denen Fußballfans an den unterschiedlichsten Orten unserer Welt unterliegen. Um dieser Frage im Ansatz befriedigend auf den Grund gehen zu können, luden wir absolute Koryphäen des zu beleuchtenden Metiers für das geplante Podium ein. Neben unserem Mitglied Dave Braneck, einem aktiven Fan der New York Metro Stars (heute Red Bull) konnte wir Kristin Heiß, Mitglied der Fraktion „Die Linke“ im Landtag von Sachsen-Anhalt und erste parlamentarische Beobachterin bei Fußballspielen in der BRD; Ingo Petz, Autor und Experte für Fußball-Fankultur in Osteuropa und Spiritus Rector des Vereines „Fankurve Ost“ sowie  Harald „Hacki“ Aumeier, Blogger, Fan von Fenerbahçe Istanbul und in Berlin an Türkiyemspor angebunden, für das Licht am Berg-Festival gewinnen. Dieses wunderbar besetzte Podium sollte dann auch schon grundsätzlich der Intention der Festival-Macher entsprechen. So hieß es begleitend: „Zu unseren Füßen und auf unseren Straßen türmen sich die politischen Aufgaben. Der latente Rassismus wird zu einem lauter werdenden, gipfelnden Rechtsdruck und die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft lassen uns fassungslos. Beim „Licht am Berg“-Festival widmen wir uns in Workshops und Panels gemeinsam diesem Berg an Aufgaben, entwickeln Ideen gegen die gefühlte Machtlosigkeit und fassen unsere Potenziale für einen starken, solidarischen Aktivismus zusammen.“

Moderator Michael Joop führte charmant durch die Diskussion

Moderator Michael Joop führte charmant durch die Diskussion

Dem konnte die Diskussion dann auch vollauf gerecht werden. Vor gut 40 lebhaften und wissbegierigen Gästen, in einer leider etwas zu kühlen alten Industriehalle, leitete Moderator Michael Joop souverän und überaus humorvoll durch die Veranstaltung. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, jeder Podiumsgast wurde vom Publikum persönlich begrüßt und frenetisch gefeiert, bestachen die jeweiligen individuellen Darstellungen durch ihre komplett unterschiedlichen jedoch gleichzeitig auch deckungsgleichen Erfahrungen. Von unter Repressionen leidenden Fußballfans konnten alle berichten. Qualitativ wurde dann, nachvollziehbar, aber auch die Unterschiedlichkeit der landesspezifischen Unterdrückungsschemata deutlich. Während in den USA kaum Polizei im und ums Stadion wahrnehmbar ist und dies ein Gefühl relativer Sicherheit und Liberalität generiert, ist das Repressionsschema in der Türkei und Osteuropa deutlich und klar vorgelebt diktatorisch. Im Vergleich mit den deutschen Zuständen wurde dann schnell klar, daß es uns hier in der BRD auch nicht wirklich besser bzw. schlechter geht. Lediglich die Verpackung erscheint in der BRD als schnödes Blendwerk. Als Quintessenz erkannte ich, daß es weltweit nötig ist, gegen Unterdrückung und Einschränkung der kulturellen und somit fantechnischen Gegebenheiten offensiv vorzugehen. Nicht den ersten, aber einen weiteren wichtigen Schritt auf diesem Weg gingen wir gemeinsam im Rahmen des Licht am Berg-Festivals.

Munteres Podium bei etwas kühlen Raumtemperaturen

Munteres Podium bei etwas kühlen Raumtemperaturen

Ein großer Dank geht auf diesem Wege an die Organisatoren dieses exklusiv-besonderen Festivals. Besonders hervorzuheben ist hier Philipp. Mit ihm arbeiteten wir bereits während der Fußball-WM in Russland kongenial zusammen und gestalteten im Berliner YAAM! das heute bereits legendär zu bezeichnende DFB-Kulturprogramm. Und unsere Podiumsgäste samt Moderation waren ein weiterer Garant für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Wenn das Licht am Berg-Festival im kommenden Jahr hoffentlich eine Fortsetzung erfahren sollte, sind wir von „Gesellschaftsspiele“ selbstverständlich auch wieder mit dabei.

Seid gesellig! Bleibt verspielt!

…fordert Janusz

Gesellschaftsspiele e.V. auf dem LICHT AM BERG Festival

Wir freuen uns sehr den Auftakt des LICHT AM BERG Festivals gestalten zu dürfen. Mit der Podiumsdiskussion “No Justice? No Peace!” setzten wir am kommenden Freitag, den 26. Oktober um 19:00 Uhr in der Kulturbotschaft Lichtenberg (Herzbergstraße 53, 10365 Berlin) den Startschuss für das dreitägige Festival, welches politische Arbeit und kritische Workshops mit Kultur und Feierei verbindet.

Das Auftakt-Panel wird den Blick auf Repressionen legen, denen Fußballfans an den unterschiedlichsten Orten dieser Welt unterliegen. Dabei sollen Wege aufgezeigt werden, wie Fans für ihre Rechte streiten und Freiheiten erkämpft werden können.

Mit:

  • Kristin Heiß MdL (Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt, erste parlamentarische Beobachterin bei Fußballspielen in Deutschland)
  • Ingo Petz (Autor und Experte für Fußball-Fankultur in Osteuropa, Fankurve Ost)
  • Dave Braneck (Journalist und aktiver Fan, New York Metro Stars)
  • Harald Aumeier (Blogger, Fan von Fenerbahçe Istanbul – angefragt) 

Um besser zu verstehen, was Euch beim LICHT AM BERG Festival erwartet, so beschreiben die Organisator*innen ihren Antrieb:

„Zu unseren Füßen und auf unseren Straßen türmen sich die politischen Aufgaben. Der latente Rassismus wird zu einem lauter werdenden, gipfelnden Rechtsdruck und die Entwicklungen in Politik und Gesellschaft lassen uns fassungslos.

Beim „Licht am Berg“-Festival widmen wir uns in Workshops und Panels gemeinsam diesem Berg an Aufgaben, entwickeln Ideen gegen die gefühlte Machtlosigkeit und fassen unsere Potenziale für einen starken, solidarischen Aktivismus zusammen.“

Weitere Informationen zum LICHT AM BERG Festival findet Ihr auf Facebook: www.facebook.com/events/290598851555643/

Wer Facebook nicht nutzt, kann alle wichtigen Informationen über den LICHT AM BERG Newsletter beziehen: http://eepurl.com/dJB9LI

Kommt vorbei und diskutiert + feiert mit uns!

Rückblick Yalla-Seminar (5.-7. Oktober)

Yalla, wir gehen bzw. fahren nach Flecken Zechlin. In neuerlicher Auflage fand in der dortigen DGB-Jugendbildungsstätte unser integrations- und bildungspolitische Workshop „Yalla, wir gehen zum Fußball“ statt. 25 Personen, bestehend aus BetreuerInnen und Teilnehmern nahmen an dieser Veranstaltung teil. Zwei Gruppen aus Berliner Geflüchteteneinrichtungen begaben sich via Zug und Bus in die Brandenburger Provinz. Dort angekommen, begann das Wochenende mit einem gemeinsamen Abendessen, bevor es eine kurze Einführung in das Programm gab.

DGB Flecken Zechlin)

Veranstaltungsort

Während bei anderen bildungspolitischen Veranstaltungsformaten, der Schwerpunkt auf der Darstellung und Analyse von Fußball und Politik liegt, befindet sich der Schwerpunkt bei den Yalla-seminaren direkt bei den Lebensrealitäten der Geflüchteten. So wurde der Samstag auch intensiv genutzt, um über Themen wie Gleichberechtigung, Homosexualität und Diskriminierung/Rassismus gesprochen. Teils sehr intensiv und emotional wurden die Thematiken besprochen, wobei der Augenmerk stets auf dem Diskussions- und Reflektions-Prozess gelegt wurde. Kurze Filme mit Fußball- und fankulturellen Bezügen und/oder spielerische Zugänge fungierten hierbei als Türoffner um in die Thematiken einzusteigen.

Nicht immer nur schön – Fußball.

Neben den Seminareinheiten gehörte auch ein umfangreiches Freizeitprogramm  zum Wochenende. Bei bestem Herbstwetter wurde der angrenzende See mit Kajaks erkundet und der Fußballl nicht nur (aber auch) virtuell getreten. Ein intensives aber schönes Yalla-Wochenende fand am Sonntagnachmittag sein Ende. Allen Beteteiligten war aber klar, dass dieser Ausflug, nicht das Ende gemeinsamer Aktivitäten bedeutren werden.

Nah am Wasser gebaut

Freizeit

Fan-Arbeit in der Ukraine, Belarus und Russland

Anfang September waren wir auf Einladung von „Fankurve Ost“ für vier Tage in Kiew und haben über Chancen und Herausforderungen für Fanprojekte in Osteuropa diskutiert.

Über 30 Teilnehmende aus der Ukraine, Belarus, Russland und Deutschland haben zunächst Einblicke in die Situation für aktive Fans vor Ort gegeben. Darauf aufbauend haben ausgewählte Initiativen aus Osteuropa ihre Projekte im Bereich der Fankultur vorgestellt. Die Bedingungen für die Selbstorganisation von Fans und für die Bildungsarbeit mit Fans sind deutlich dort härter als hierzulande. Das betrifft nicht nur Finanzierungsfragen sondern auch die Kommunikation mit Vereinen, Verbänden und der Polizei und reicht bis zu starker politischer Repression – gerade im Fall von Belarus und Russland. Trotz allem lassen sich einige aktive Fans nicht abschrecken und behalten ihren Enthusiasmus. Wir haben großen Respekt vor diesem Engagement.

Mit dabei beim Workshop war neben unserer Partnerorganisation „Football Democracy“ auch ein spannendes Projekt von Fans des unterklassigen ukrainischen Clubs „Dniproagro Sinelnikove“. In der Kleinstadt Sinelnikove stellen die örtlichen Fans momentan ein Fanprojekt auf die Beine, das nicht nur Angebote für jugendliche Fans macht sondern auch mit einem Gefängnis in der Nähe zusammenarbeitet.

Das Programm hatte darüber einige spannende Inputs parat. So gab es vom Sportjournalisten Kostyantyn Andriyuk einen pointierten Vortrag zu ambivalenten Rolle der Ultras in der Ukraine, der eine gute Grundlage zur Diskussion über Politik in und außerhalb der Kurve gab. Bleibenden Eindruck hinterließ auch das Treffen mit einem ehemaligen hochrangigen ukrainischen Polizeibeamten, welcher mit Sicherheitskonzepten bei Fußballspielen betraut war.  Etwas Nostalgie ließ außerdem der Besuch des Obolon-Stadions aufkommen, waren wir doch erst fünf Wochen zuvor hier für unseren ukrainisch-deutsche Fan-Begegnung untergebracht gewesen.

Gruppendiskussion auf der Haupttribüne der Obolon Arena

Gruppendiskussion auf der Haupttribüne der Obolon Arena

Am Workshop teilgenommen hatten neben uns auch Michael Gabriel von der Koordinierungsstelle der Fanprojekte, zwei Mitarbeiter des Fanprojekts Berlin und ein Teilnehmer unseres deutsch-ukrainischen Fan-Austauschs.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen und Peter Liesegang und Ingo Petz von Fankurve Ost für den spannenden Workshop und ihr Händchen, Menschen miteinander zu verbinden, danken. Es hat uns großen Spaß gemacht, Erfahrungen aus unserer Vereinsarbeit mit den Teilnehmenden zu teilen und wir freuen uns sehr über die neuen Freundinnen und Freunde in der Ukraine, Belarus und Russland!

Mehr über den Workshop erfahrt Ihr auch auf der Homepage von Fankurve Ost.

 

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